Druckschrift 
Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 2 (1840)
Entstehung
Seite
1007
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Ciicurbitaceae.

1007

stiele horizontal stehenden, mit Borsten besetzten Blättern.Die Blumen, welche in den Sommermonaten erscheinen, sindansehnlich grofs und gelb, ihre Corolle gegen die Basis hinstark erweitert und der grofse Saum nach unten gebogen.Die Früchte, die oft ganz aufserordentlich grofs und schwerwerden, sind rund, stark gerippt, an beiden Polen deutlicheingedrückt oder selbst vertieft; sie enthalten ein etwasfestes, aber saftiges Fleisch.

Cucurbita Melopepo L.

Melonenkürbis, Muschelkürbis, sicilianischer

Kürbis, Türkenbund, Turbankürbis u. s. w.

Eine vielleicht aus der vorigen durch Cultur entstandeneForm, deren Vaterland man nicht kennt; sie ist durch ihreeinem Turban ähnliche, eingedrückte Frucht, an welcher einwulstiger Ring die Grenze des halb unterständigen Kelchesandeutet, sehr ausgezeichnet, dabei meistens dunkelrothgelbvon Farbe, mit schwarzgrünen Streifen und Flecken. Siewird in den Gärten mehr zur Zierde, als zu andern Zweckengezogen.

Cucurbita Pepo Duchesne.Gemeiner oder Ackerkürbis.

(Keiner Ökonom. Pflanzen, tab. 557. 558.)

Wiederum eine aus Asien stammende jährige Art, welchebei uns sehr häufig auf Aeckern und in Weinbergen gezogenwird, sie unterscheidet sich von der Cucurbita maxima haupt-sächlich durch ihre trichterförmige, nach unten verschmälerteCorolle, mit aufrechtem, nicht umgeschlagenem Saume, auchsind die Blätter weit rauher, und die Früchte kommen auchnicht selten in mehr länglicher Form vor.

Eine Varietät davon ist der Warzen kür bis, Cucur-bita verrucosa. Kerner tab. 559. Er unterscheidet sich durchin der Regel kleinere, mit vielen w r arzigen Höckern besetzteFrüchte. Sonst hat man der Farbe nach gelbe, grüne,schwarze und weifse Kürbisse, wovon die beiden ersten diegemeinsten sind.

Von allen diesen Kürbissen kommen die Saamen in dieApotheken unter dem IN amen Semina Cucurbitae, unddienten eigentlich nur als Substitut oder Surrogat der offici-nellen Saamen der Lagenaria, von denen sie übrigens leichtunterschieden werden können. Die gewöhnlichen Kürbissaa-lnen sind gröfser. breiter, oval-länglich und an der Spitzenicht ausgeschnitten.

Als ein Mittel gegen den Bandwurm hat man die Saa-men einer Cucurbita occidentalis empfohlen und sie auchmit dem Namen Semina Giraumont bezeichnet. Unter

\v.