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Cinchonaceae.
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Pulver der China bicolor hat die Farbe eines Gemisches vomPulver der grauen und rothen China.
Vorherrschende Bestandteile. Bitterer Extrac-tivstoff. Vauqueiin fand in dieser angeblichen China wederChinin noch Cinchonin, eben so wenig Pelletier und Petroz.Als Hauptbestandteil ergab sich bitterer Extractn stoff, fernerSchleim (Joder Gummi), äpfelsaures Kali und Kalk und kohlen-saurer Kalk. Etwas abweichende Resultate erhielten Pelletierund Petroz, so wie Ferrari. In der Hauptsache fanden sieaber ebenfalls den bittern Extractivstoff, den erstere dein Colo-quintenbitter, letzterer der Columbo u. s. w. ähnlich beschrie-ben. Auch Piäff fand in dieser Pitoyarinde kein Alkaloid. Dr.Cordone, der sie mit der China de Bio de Janeiro verwechseltund sie von einer Cosmibuena ableitet, fand eine gelbe, inWasser und Alcohol lösliche Materie, wachsartige Substanz,fette riechende und azotisirte bittere Materie, Harz, Aepfel-säure, bitteres Prir.cip, Schleim u. s. w. Man sehe BrandesArchiv Bd. 24. pag. 101. Nach Peretti enthält die Rinde einneues Alkaloid fPitayn), zwei mit Gerbstoff verbundene Farb-stoffe, gallussauren Kalk, Gummi, Harz und Holzfaser.
Anwendung. Von italienischen Aerzlen, namentlich von Brera, Guir-londa, Bruni, Saccomani, Zonatta und Andern wurde sie in Pulverform gegenWechselfieber in ziemlich grofsen Gaben gereicht.
Geschichte. Die erste Nachricht von dieser Kinde gab der englischeSchiffswundarzt Brown im Jahre 1796; er fand sie an der Rüste von Quito inder Nähe des Dorfes Tecamez, wo das Schiff vor Anker lag, und sah auch denBaum, der sie liefert, welcher jedoch damals weder Blumen noch Früchte hatte.Die gröfsten Bäume waren 24 Fufs hoch, bei einem Umfange von 2 Fufs. ZumVerkauf wird die Rinde nach Guayaquil gesendet. In Deutschland gab Dr. Friesein Breslau die erste Nachricht von derselben. In den Jahren 1817 und 1821kamen ansehnliche Mengen derselben nach England, wo man sie unter dem Na-men Cortei Chinae Pitoyae, und auch als Peruvianische Rinde (Peruvian-bork)bezeichnete. Batka in Prag beschrieb sie später unter dem irrigen Namen Corte*Chinae Sanctae Luciae, und sie scheint auch unter dieser Benennung in den Handelgekommen zu seyn. In Italien ist sie seit 1823 bekannt, und besonders durchBrera, der sie als zweifarbige China beschrieb, allgemeiner bekannt geworden.
Familie: CINCHONACEAE Richard.Cinchonaceen.
Die Cinchonaceen nach Richard machen nur eine Sectionder Rubiaceen aus, wie dies die meisten Botaniker der neuerenZeit ebenfalls befolgten; nur Lindley stellte eine besondereCinchonaceen-Familie auf, welche jedoch von den Rubiaceennach Jussieu nur dadurch sich unterscheidet, dafs die Stellatendavon abgesondert wurden.
In dem Sinne unseres Conspectus müssen wir hier dieSectionen der Cinchoneen und Hedyotideen, so wie sie in De-candolle's Prodromus geordnet sind, vereinigen, die man mit