Vaccinieae.
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Monotropa Hypopytis L. Ohnblatt, Fichtenspargel. Gleichfall»in die Decandna Monogynia gehörend. Eine in schattigen Fichten - undBuchenwäldern auf den Baumwurzcln wachsende Schmarotzerpflanze, mitfingcr- oder handhohem und höherem weifslicbem, glänzendem, saftigemSchafte, der mit weifslichen Schuppen anstatt Blättern besetzt ist. DieBlumen stehen am Ende in einseitiger nickender Traube und bestehen auseinem gelblichweiisen, 4 — öblättrigcn Kelch , eben so vielen an der Basissackförmig höckerigen, saftigen Blumenblättern. Die zur Seite stehendenBlumen haben 8, die an der Spitze befindlichen 10 Staubgefäfsc ; sie sindwohlriechend, an die Schlüsselblumen erinnernd. Die Frucht ist eine4—öfächerige vielsaamige Kapsel.
Die Pflanze kommt in zwei Formen vor, bei der einen in Buchwal-dungen gewöhnlichen sind alle Theile glatt, Monotropa Hypophegea Wall-roth oder M. Hypoxya Sprengel ; bei der andern in Nadelwaldungen häu-figeren ist der obere Theil des Blüthenstandes, so wie die Blumentbeileselbst, mit rauhen Haaren besetzt. Monotropa Hypopytis Wallroth.
Die Pflanze wird in Schweden getrocknet den Schafen und dem Rind-vieh gegen Husten gegeben.
Anmerkung Mehrere neuere Botaniker sehea die Gattung Monotropanach Nuttairs Vorgang als eine eigne Familie an, deren Merkmale Bart-ling (Onlines naturales plantarum p. 1 56.J ausführlich aus einander gesetzt hat.Don erkennt die Monotropeae ebenfalls an. Man sehe dessen Abhandlung be-titelt: Vn attempt at a new Arrangement of the Ericaceae. The Edinb. newphilosophical Journal by Jameson. April — June i834- p. iSo—160, wo be-sonders noch die alle Gattung Erica in viele neue zerspalten ist.
Familie: VACCINIEAE Loiseleur — Deslongchampset Marquis.
Vaccinieen.
Sein- nahe ist diese Gruppe den Ericeen verwandt, undman könnte sie fast die Beeren-Heiden nennen; sie gehörenvorzugsweise der nördlichen Hemisphäre an, zumal ist dasnördliche Amerika reichlich damit versehen, während Europanur wenige Species besitzt, die aber gesellig wachsend grofseStrecken überziehen und dadurch für manche Gegenden sehrcharakteristisch werden. Es sind kleine Sträucner mit ab-wechselnden lederartigen Blättern. Der Kelch ist entwederganz oder mit 4—5 Zähnen versehen. Die einblättrige Co-rolle hat einen 4 — ölappigen Saum. Die Staubfäden wechselnmit den Segmenten der Corolle ab, oder es sind deren doppeltso viele vorhanden, die nicht auf der Blumenkrone, sondernan dem gekerbten Nectarringe des Fruchtbodens befestigt sind.Die Staubbeutel sind zweifächerig und oft mit zwei Grannenversehen. Der 4 — öfächerige Fruchtknoten steht unter derCorolle, er trägt einen einzelnen Griffel mit einfacher Narbe:Die Beerenfrucht ist von dem bleibenden Kelchsaume gekröntund enthält an centralen Trägern zahlreiche Saamen, in derenMittelpunkt das Eiweifs den Embryo umhüllt, dessen Würzel-chen nach dem Nabel hin gerichtet ist.