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Aristolochiaceae.
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Aristolochia Sipho L. Grofsblättriger Osterluzei, Tabahspfei-fenblume. Ein in Nordamerika einheimischer windender Strauch, den manbei uns zu Lauben zieht. Die Biälter sind sehr grofs, herzförmig, zuge-spitzt, glatt; die Blumenstiele einblüthig mit einem eiförmigen Nebenblatteversehen; die Kelche grofs, gekrümmt, grünlichroth mit kurzem, flachem,dreispaltigem Saume, die Form eines Ulmer Pfeifenkopfs darstellend. Vondieser Pflanze werden in Amerika die Blätter bei Catarrhen und als schweifs-treibendes Mittel gebraucht; auch hat man sie als Surrogat der Serpeu-taria empfohlen.
Nach Seh rader kommt bisweilen die Sarsaparilia mit der Wurzelder Aristolochia Sipho verfälscht vor, welcher Betrug doch leicht zu ent-decken ist, denn die letztere riecht camphorartig und ihre Fasern sinddicker als die der wahren Sarsaparill.
Ueber die verschiedenen mit arzneilichen Tugenden begabten Gewächsedieser Familie vergleiche man Abhandl. über die Arzneikräfte der Pflanzenpag. 267.
Gattung Asarum, Haselwurz.
(System. Linnaei. Dodecandria Monogynia.)
Die Hülle der Genitalien ist glockenförmig, drei- bis vier-theilig. Zwölf Staubfäden sind an dein Fruchtknoten befestigt 5die Staubbeutel sind in der Mitte der Staubfäden befestigt.Die Narbe ist strahlenförmig und in 8 Lappen getheilt. DieFrucht ist eine sechsfächerige mit 3 Klappen ünregelmäfsigsich öffnende Kapsel. Die Saamen sind mit einer ansehnlichendrüsigen Nabelwulst CStrophiolwn) versehen. £Nees Ge-nera Fascicul. 8. tab. 17.)
Asarum europaeum L.Europäische Haselwurz, Haselkraut, wilder Nard.
(Plenk. plant, med. tab. 358. Hayne ßd. i. tab. 44. üüsseld. Samml. 2. Lief.No, a3 Mann Deutschi, v/iidwachsende Arzaeipfl 8- Lief. Guimpel et v. Schlech-
tendal .tab. i32.)
Die europäische Haselwurz ist *in ausdauerndes, faststielloses Gewächs, mit kriechender, gekrümmter, fadenför-miger, gegliederter, 4seitiger, graubrauner, faseriger Wur-zel. Die zwei Wurzelblätter haben einen kurzen, gemein-schaftlichen Stengel, sind kurz gestielt, rundlich-merenför-mig, ly 2 bis 2 Zoll breit, ganzrandig, etwas steif, fast leder-artig, oben dunkelgrün glänzend, unten blässer. fein zierlichnetzartig geädert; die jüngeren, besonders unten, mit weichenHaaren besetzt. Die ßlume erscheint im März bis Mai, ent-springt aus dem Winkel der Blätter, ist kurz gestielt; deraufsen zottige, grünrothe, innen dunkel purpurrot«, gefärbteKelch ist grofs, lederartig.
üfficinell ist die Wurzel mit dem Kraute. Radix cumHerba Asari. Kunze Waarenkunde tab. 33. fig. 3. DieWurzel soll nach melieren Angaben im August am wirksam-sten seyn und müfste dann in diesem Monate gesammelt wer-den. Sie wird gewöhnlich mit den Blättern genommen, wasaber zum innerlichen Gebrauch für Mensche« iiicht seyn sollte.