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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 1 (1839)
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Planke di-vel polycotyledoneae.

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mit eingelenkten Verzweigungen (folia composita). Die Blü-thenhülle kommt auch hier noch einfach und unvollständig vor,bei der Mehrzahl der Familien aber ist sie als Reich und BIu-menkrone ausgebildet. Bei den Abtheilungen dieser BlüthenhüIIcund bei den Staubgefässen herrscht die Zahl fünf und ihreVer»doppelung vor. Ausser den einfacheren Früchten, die wir beiden vorhergehenden Familien fanden, kommen hier noch vieleandere und sehr zusammengesetzte Fruchtgattungen vor. DieSaamen enthalten den Embryo mit, oder auch häufig ohne Ei-weisskörper, so dass er in diesem Falle die ganze Saaraenschale(testa) erfüllt. Ungefähr ein Drittheil aller Dicotyledonenbringt Saamen ohne Eiweisskörper hervor, während fast allemonocotyledonische Saamen damit versehen sind. DerEmbryo ist in jeder Hinsicht vollständiger ausgebildet, indemseine einzelnen Theile, das Würzelchen (radicula), das Knösp-chen (plumula) und die Cotyledonen an ihm schon im Saamendeutlich zu unterscheiden sind. Die Cotyledonen erscheinen alszwei gegenständige, sehr selten als mehrere (bei den Coniferae)blattartige Gebilde, die sich bei dem Keimen mit dem Knöspchenentwickeln und dann oberhalb der Erde als folia seminaliaerscheinen; nur selten bleiben sie unter dem Boden in der Saa-menschale zurück (cotgledones hypogaei). Wo ein Eiweiss-körper vorhanden, da erscheinen die Cotyledonen dünn undblattartig, im entgegengesetzten Falle dick und fleischig, indemsie die satzmehlartige Substanz des Eiweisskörpers in sich auf-genommen haben.

Nur selten umfasst bei dieser Klasse der Cotyledonarkörperdas Knöspchen scheidenartig und immer wird auch in diesemFalle (als Ausnahme) eine gleiche Vertheiluiig der Cotyledonar-masse gefunden, so dass sie mit einem Kreuzschnitte durch dieAxe des Knöspchens in vier gleiche Theile gespalten wird.(lieber die zuweilen abweichende Bildung sehe man Bernhar-dts treffliche Abhandlung in Linnaea VII.)

Uebrigens zeigt sich deutlich, dass ein von einem so wich-tigen Theile, wie der Embryo mit seinen Cotyledonen ist, her-genommener Charakter einen so bedeutenden und innigen Zu-sammenhang mit der ganzen Bildung der Pflanzen hat, dassman bei einiger Erfahrung leicht auf den ersten Blick aus demTotalhabitus eine monocotyledonische Pflanze von einer dicotyle-donischen unterscheidet.

Geigers Pharmacie- 11. 2. (2tf Aufl.)

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