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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 1 (1839)
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Scitainineac.

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A m o m u m Cardamomnm L i n n,(PI. med. tab. ö4.)

Die Pflanze ist in Sumatra und Java einheimisch.

Der Mittelstock ist perennirend, kriechend, holzig (nicht Zwie-bel- noch knollentragend). Der Blätterstengel ist zwei Ms dreiPuss hoch ; die Blätter sind länglich-lanzettförmig, fein zugespitzt,ganz glatt und grün. Die Blüthenähre kommt in der.Nähe desStengels hervor, und zwar ohne Schaft, so dass die eine Hälftein der Erde bleibt. Die Deckblättchen sind lanzettförmig, spitz,trockenhäutig , aschfarbig und weichhaarig. Die Blüthen ragenkaum hervor; der äussere Saum der Blüthenhülle besteht ausdrei, fast gleichen, sehr zarten und weissen Abschnitten ; dieLippe ist dreiJappig, am Rande gekerbt und kraus; der mittlereLappen derselben gelb, mit zwei rosenrothen Linien. Die An-fhere trägt einen breiten, fleischigen, dreilappigen Ramm. DerFruchtknoten ist behaart.

Die Früchte dieser Pflanze halten wir für das runde Car-damom, Cardamomum rotundum der Offleinen. Siesind von der Grösse einer kleinen Schwarzkirsche, rundlich-eiförmig, mit drei gewölbten, abgerundeten Seiten, schmutzig-weiss, mit braunroth gemischt; mit der Loupe sieht man, be-sonders an den vertieften Stellen, die Spuren des abgeriebenenHaarüberzuges. Unter der leicht zerbrechlichen Fruchtschalebergen diese Kapseln zahlreiche, braune, eckige, innen weisseSaamen, die etwas grösser sind, als die des kleinen Carda-m o m s. Wenn diese Früchte nicht zu alt, oder sonst verdorbeusind , wie dies um so häufiger der Fall ist, weil sie nur nochals Seltenheit vorkommen, so stehen sie in Rücksicht des star-ken Aromas dem kleinen Cardamom wenig nach.

Amomum g ran um Paradisi Afz.

(PI. med. tab. 65) ,

Die Paradieskörnerpflanze ist auf der Pfeffer-küste in Guinea einheimisch.

Der kriechende, ästige und schuppige Mittelstock verbreitetsich auf der Oberfläche der Erde. Die Stengel sind gegen dieBasis mit scheidigen Schuppen, nach oben mit schmalen, lan-zettförmigen , lang zugespitzten, glatten Blättern besetzt. AmGrunde derselben bricht ein kurzer, kaum einen Zoll langerBlüthenschaft hervor, welcher mit stumpfen, gestreiften, kasta-nienbraunen Schuppen (Deckblättchen) bekleidet ist. Die Aehreist eiförmig, kurz, besteht aus fünf bis sechs braunen, spitzenDeckblättchen. aus denen grosse, weisse Blumen hervorragen,