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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 1 (1839)
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sechs Staubgefitesen treten drei zwischen den Spelzen hervor.Die mit deu Blüthenspelzen bedeckte Caryopse ist bei der Reifegelblich-braun oder auch schwärzlich.

Die von den Hüllen gereinigten, weissenSaamenkerne sindals Reis, Sem. Or'yzae, ein vortreffliches, für viele südli-chere Länder unentbehrliches Nahrungsmittel. Man zieht denCarolina-Reis dem italienischen Reis weit vor. Erenthält nach Braneonnot: Ein ranziges, festes, fettes Oel0,13, Schleimzucker 0,29, Gummi 0,71, Stärkemehl 85, Pflan-zenleim (Kleber) 3,60, und Kali- und Kalksalze mit Phosphor-saure und Salzsäure.

Herr v. Martins hat in Brasilien am Bio negro eine nette, demSichten Reis ganz ähnliche Art entdeckt. Das östliche und südlicheAsien ist das eigentliche Vaterland des Reises und in China bringtein Missjahr in dieser Kultur Hungersnolh hervor. Aber auch im südli-chen Europa und in Amerika^vird sehr viel Reis gebaut und er verdrängthier allmählig den Mays. Was man Bergreis nennt, ist eine Spielart,die auch auf trockaem Boden eultivirt werden kann.

VHI. 0 lyrinae. Mit ein- oder zweihäusigen Blüthen undeiner einfachen Narbe.

Gattung Zca Lbm. Mays..

(Syst Linn. XXI. 3.)

Die mannlichen Blüthen bilden an der Spitze ästige Trau-ben. Die Aehrchen sind zweiblütlüg und das obere oft un-fruchtbar; die beiden Klappen sind blattartig, fast gleich langund etwas länger als die Blüthchen, die untere ist neunnervig,die obere ftmfnervig; die Spelzen sind dünnhäutig; die untereist fünfuervig, die obere ist an den Rändern umgeschlagen undan der Spitze ausgerandet. Zwei fleischige abgestutzte Deck-schuppen sind verwachsen und zwischen ilmen stehen die dreiStaubgefässe. Die weiblichen Blüthen bilden starke längli-che Kolben, welche einzeln aus den Blattwinkeln unter denmännlichen Blüthen hervorbrechen und in mehrere blattartigeScheiden eingewickelt sind. Die Aehrchen sitzen in mehrereReihen dicht gedrängt und halb eingesenkt in den fleischigenKolben; sie sind zweiblüthig, aber nur das obere Blüthchen istfruchtbar. Die beiden Klappen sind etwas fleischig, sehr breit,abgestutzt, ohne Nerven; die Spelzen sind dünnhäutig, durch-sichtig, ohne Nerven; die obere Spelze des fruchtbaren Blüth-chens ist länger und breiter als die untere und umfasst denFruchtknoten ganz. Dieser ist glatt und trägt einen sehr lan-gen haarförniigen Griffel mit ähnlicher einfacher, schwach be-

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