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sechs Staubgefitesen treten drei zwischen den Spelzen hervor.Die mit deu Blüthenspelzen bedeckte Caryopse ist bei der Reifegelblich-braun oder auch schwärzlich.
Die von den Hüllen gereinigten, weissenSaamenkerne sindals Reis, Sem. Or'yzae, ein vortreffliches, für viele südli-chere Länder unentbehrliches Nahrungsmittel. Man zieht denCarolina-Reis dem italienischen Reis weit vor. Erenthält nach Braneonnot: Ein ranziges, festes, fettes Oel0,13, Schleimzucker 0,29, Gummi 0,71, Stärkemehl 85, Pflan-zenleim (Kleber) 3,60, und Kali- und Kalksalze mit Phosphor-saure und Salzsäure.
Herr v. Martins hat in Brasilien am Bio negro eine nette, demSichten Reis ganz ähnliche Art entdeckt. — Das östliche und südlicheAsien ist das eigentliche Vaterland des Reises und in China bringtein Missjahr in dieser Kultur Hungersnolh hervor. Aber auch im südli-chen Europa und in Amerika^vird sehr viel Reis gebaut und er verdrängthier allmählig den Mays. — Was man Bergreis nennt, ist eine Spielart,die auch auf trockaem Boden eultivirt werden kann.
VHI. 0 lyrinae. Mit ein- oder zweihäusigen Blüthen undeiner einfachen Narbe.
Gattung Zca Lbm. Mays..
(Syst Linn. XXI. 3.)
Die mannlichen Blüthen bilden an der Spitze ästige Trau-ben. Die Aehrchen sind zweiblütlüg und das obere oft un-fruchtbar; die beiden Klappen sind blattartig, fast gleich langund etwas länger als die Blüthchen, die untere ist neunnervig,die obere ftmfnervig; die Spelzen sind dünnhäutig; die untereist fünfuervig, die obere ist an den Rändern umgeschlagen undan der Spitze ausgerandet. Zwei fleischige abgestutzte Deck-schuppen sind verwachsen und zwischen ilmen stehen die dreiStaubgefässe. Die weiblichen Blüthen bilden starke längli-che Kolben, welche einzeln aus den Blattwinkeln unter denmännlichen Blüthen hervorbrechen und in mehrere blattartigeScheiden eingewickelt sind. Die Aehrchen sitzen in mehrereReihen dicht gedrängt und halb eingesenkt in den fleischigenKolben; sie sind zweiblüthig, aber nur das obere Blüthchen istfruchtbar. Die beiden Klappen sind etwas fleischig, sehr breit,abgestutzt, ohne Nerven; die Spelzen sind dünnhäutig, durch-sichtig, ohne Nerven; die obere Spelze des fruchtbaren Blüth-chens ist länger und breiter als die untere und umfasst denFruchtknoten ganz. Dieser ist glatt und trägt einen sehr lan-gen haarförniigen Griffel mit ähnlicher einfacher, schwach be-
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