Plautae monocotyledoneae.
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Pflanze erkennen wird. Die Wurzel ist immer eine solche, womehrere Fasern aus ■ einer Basis kreisständig entspringen (radixfibrillosa s. fasciculata) , nie eine eigentliche Stammwurzel.Der Stengel ist in der Regel krautartig und zeigt sich oft deut-lich aus übereinandergerollten Blattscheiden gebildet. Oft ver-tritt ein unterirdischer Stock (caudex intermedius) seine Stelle,den man dann mit Unrecht für eine Wurzel hält ; er istgewöhnlich aus sehr verkürzten Internodien gebildet, knollen-oder zwiebelartig, oder mehr in die Länge gedehnt, dem Sten-gel ähnlicher und dann als Wurzelsprosse (stolo) bekannt, sehrselten mehr einer wirklichen Wurzel ähnlich. Wenn sich derStengel zum baumartigen Stock erhebt, so ist doch seine innereStructur sehr verschieden. Es fehlen die concentrischen Jahres-ringe und die Markstrahlen und wir bemerken das festere Holzgegen das Centrum hin, so dass der erste Blick eines Quer-schnitts den Unterschied von dem dicotyledonischen Holze zeigt.Doch entsteht das junge Holz nicht, wie man früher glaubte,innerhalb des altern. (S. Mohl de Palmarum structura.) Auchhat dieser monocotyledonische Stamm (Stock) in der Regelnur Gipfeltriebe, selten seitliche Knospen und erscheint deshalbgewöhnlich einfach.
Die Blätter haben sehr häufig einen scheidenartigen Blatt-stiel , sind abwechselnd gestellt (fol. allerna *) oder wirtel-ständig, ganz oder auch getheilt, doch nie wirklich zusammen-gesetzt; ihre Gefässe sind parallel und einfach, nicht aderig(mit Ausnahme der Aroideen). Die Blüthenhülle ist theilsunvollkommen, theils schön und regelmässig, doch nur selten inKelch und Blumenkrone gesondert.
In der Eintheilung der Blüthentheile sowohl, als bei denStaubgefässen und bei der Bildung des Fruchtknotens aus denCarpellarblättem, herrscht die Dreizahl und ihre Verdoppelungvor, worauf wir hier einen grossen Wertfi fegen müssen.
Was die geographische Verbreitung betrifft, so kann mannach Herrn von Humboldt annehmen, dass die Monocotyle-douen in der tropischen Zone 7o, zwischen 36 und 52 Gradder Breite l /n und weiter nach den Polen fast '/ 3 aller Phaite-rogamen betragen.
AVenn wir nach der bisher gewöhnlichen Bestimmung von abwech-selnd stehenden Blattern sprechen, so verstehen wir darunter imAllgemeinen, dass solche Blätter eine Spiralstellung, und keineWirtelstellung haben. Wenn die Lehre der Phyllotaxis nochmehr im Einzelnen begründet und ausgeführt ist, so wird aller-dings in der Folge bei jedem Gattungscharakter die Art der Blatt-stellung genauer bezeichnet werden müssen , da es wahrscheinlichist, dass alle Arten einer guten Gattung auch hierin übereinstim-men. fS. Iiischoffs o. a. Lehrbuch.J
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