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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 1 (1839)
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Filicaceae.

mit Athyrium Pilix foemina Roth (Aspidium W,Asplenium Beruh. Schk. tob. 58 59). Diese Pflanztwächst iu manchen Gegenden noch häufiger als das manu.liehe Farrnkraut. Der Mittelstock liegt schief aufsteigend,nicht horizontal in der Erde, ist viel kürzer und wird beimTrocknen ganz schwarz, nicht braun. Die Wedel sind voll.kommen doppeltgefiedert-zerschnitten; die primären Abschnittesind gefiedert-zertheilt und die sekundären sind mit ungleichen,mehr oder minder spitzen Zähnehen besetzt. Der Blattstiel istglatt. Die Fruchthäufchen sind mehr oval als rund und derSchleier öffnet sich an der innern Seite und zieht sich gegenden Rand zurück, wodurch sich dieses Farrnkraut deutlich vonder Gattung Nephrodium unterscheidet.

Die zweite, aber doch nicht so häufig vorkommende Artist Nephrodium dilatatum (Aspidium W. ScM.tab.47).Der Wurzelstock liegt ebenfalls horizontal in der Erde und wirdbeim Trocknen röthlich-braun, wie derjenige des Filix mas.Die Blattstiele sind ebenfalls mit Spreublättchen besetzt. DieWedel sind aber doppeltgefiedert-zerschnitten. Die Fiederblattchen gefiedert-zertheilt und die Zähne dieser Abschnitte endi-gen in eine feine, haarförmigeSpitze. (Nephr. spinulosumist wohl nur als eine Abart hiervon zu betrachten.)

Eine dritte, dem Nephrodium Filix mas einigennassenähnliche, aber noch seltnere und deshalb noch minder zu be-rücksichtigende Art ist Nephrodium crista tum (Schk. lab.37). Die primären Abschnitte sind am Grunde herzförmig, ge-gen die Spitze stark verschmälert und gefiedert-zerschnitten,mit stumpfen, aber scharf gesägten Abschnitten.

Nephrodium aculeatum ist mit dem männlichen Farrn-kraute kaum zu verwechseln. Uebrigens ist es sehr wahrschein-lich , dass diese zu derselben Gattung gehörigen Arten in ihrenWurzeln ein ähnlich wirkendes fettes Oei enthalten, was aberdoch erst durch Versuche zu bestätigen wäre.

Die Wedel der unfruchtbaren Struthiopteris germa-nica sind denen des N. F i 1 i x m a s ebenfalls ähnlich; sie sindaber grösser und die seeundären Abschnitte sind ganzrandig.Der fruchttragende Wedel ist von dem unfruchtbaren ganz ver-schieden und durch das Einrollen der Ränder der Abschnittevon sehr abweichendem Ansehen. Auch ist dieses Farrnkrautviel seltner, als. das in allen Wäldern verbreitete männlicheFarrnkraut.

Ausser den liier beschriebenen Farrnkräutern müssen wir nocli einigeminder wichtige erwähnen. Pteris aquilina L., auf Maidigen Heidenoft sehr gemein, eins der grössten europäischen Farrn mit 34 Fusshohen, dreimal gelicdert-zerschnittenem Wedel und langen, kahlen Blatt-stielen , lieferte früher seinen verlängerten, stielrunden Stock, der tiefia die Erde geht, in die Of'ficinea, Er zeichnet sich auf dem Quer-