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30 Casteromycetcs.
Elapliomyces granu latus Fr.
(Lycopertlon cervinum Lin.)
PI. med. tab. 1.
Der gemeine Hirse hpilz findet sich in grossen Wal-dungen nicht tief unter der Oberfläche der Erde. Die Sporan-gien sind kugelig, oder von oben etwas eingedrückt, von derGrösse einer kleinen Welsclmuss; die harte Hülle ist über eineLinie dick, aussen schmutzig gelblich oder bräunlich und mitkleinen stumpfen Warzen bedeckt, die zuweilen fast ganz feh-len. Im Innern ist. der Pilz im Anfang weich und weiss; imreifen Zustande enthält er die staubige schwarze Sporenmasse.
Elapliomyces sc ab er Wallr.
Diese Art unterscheidet sich von der vorhergehenden durchdie erhabenen konischen und eckigen Warzen auf der Ober-fläche ; auch ist die Farbe blasser, mehr strohgelb und die Spo-ridien sind kleiner, violett-braun.
Elapliomyces muricatus W.
Die Sporangien sind kugelig und auf der ganzen Oberflächemit vierseitigen spitzen Stacheln besetzt. Diese nahe verwandtenArten, doch besonders die beiden ersten, kommen in den Officinenunter dem Namen Boletus cervinus (Hirschbrunst) vor.Frisch verbreitet der Pilz einen unangenehmen Geruch, derdurchs Trocknen sich verliert; der Geschmack ist fade. Erenthält einen sehr widrig schmeckenden und riechenden Extrak-tivstoff (Pilz-Osmazom), ein Weichharz, einen flüchtigen sehrunangenehmen Riechstoff, ein Hartharz, ein fettes Oel, Pilz-zucker (vorzüglich in der Hülle), Gummi, Schleim und Inulin.(Bilz in Trommsd. N. Journal XI.) — Er wird für ein erre-gendes Arzneimittel, besonders für ein Aphrodisiacum ge-halten.
Die Gattung Sei er o derma hat oberirdische Sporangien und dielederartige Iiiille zerreisst unregelmässig. — Podaxon carcinoraalisFr., ein Pilz dieser Abtheilung wächst am Vorgebirge der guten Hoffnungund soll dort als ein äusserliches Arzneimittel Anwendung finden.
Aus der Abtheilung der Angiogasteres haben wir Nichts aufzu-nehmen. Unter den Tuberini müssen wir des Trüffels, Tuber eiba-rium, erwähnen; dieser als Leckerbissen berühmte Pilz wächst wie Ela-pliomyces unter der Erde in Deutschland und den südlichen Ländern,Er stellt einen knollenartigen , rundlichen , fleischigen, aussen höckerigen,braunen Körper dar, welcher innen einen weisslich und braun marmo-rirten Kern enthält, in dem sich die Keimkörner zu neuen jungen Trüffelnausbilden. Diese Art ist besonders reich an dem eigenlhümlichen Aroma,welches die Trüffeln auszeichnet. Früher waren auch die Trüffeln unterdem. Naniea Tubera esc u lent a s. T. terrae nobilia officinell.