Schwefelsäure,
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stillat erkennt. Man vertauscht hierauf die Vorlage mit einer anderentrockenen, welche vorher etwas erwärmt worden, und setzt die Destillation fort,bis etwa <[ der ursprünglich in Arbeit genommenen Säure iiberdestillirt sind.
Ad 2.d. Keine unter den anorganischen Säuren ruft in Berührung mitorganischen Körpern häufiger die Entstehung von gepaarten Säuren (vgl. S. 49)hervor als die Schwefelsäure, daher die Zahl der bis jetzt bekannten gepaartenSchwefelsäuren ziemlich bedeutend ist. Was ihre Zusammensetzungsweise an-langt, so bieten sie mehrere Mannigfaltigkeiten dar, theils je nach der Art des or-ganischen Körpers, theils je nachdem wasserleere oder concentrirte Schwefel»-Sure angewendet worden. In msnchen Fällen veranlasst nur die erstere dieBildung einer gepaarten Säure, in anderen beide, und das entstandene Prodnctist auch bei Gleichartigkeit des organischen Körpers in seinen Eigentümlichkei-ten, nicht immer aber in seiner procentischen Zusammensetzung verschieden, wiez. B. die Isaetliion- und die Aethionsäure.
Mau muss zunächst gepaarte Schwefelsäuren unterscheiden, bei deren Ent-stehung die Wasserbildung nicht allein auf Kosten der organischen Substanz,sondern auch der Schwefelsäure stattgefunden hat, so das« der in der gepaartenSäure enthaltene Schwefel nicht vollständig als Schwefelsäure, sondern' tbeil-weis auch als srhwcfelige Säure sich darin vorfindet, welche mit den iihrig ge-bliebenen Elementen von der organischen Substanz den neutralen Ptarlißg con-stituirt, welcher mit 1 Aeq. SO 3 die gepaarte Säure bildet, deren Sättigungsca-pacität dieser Schwefelsäuremenge entspricht. Der zusammengesetzte Paarungwurde in seiner Zusammensetzung dem sogenannten schwefeligsauren Ammoniak(N'H^SO") entsprechen. Derartige gepaarte Schwefelsäuren sind z. B,
SulfobenzinDie Benzinschwefelsäure sc C'-H^SO 2 -J- SO*
SulfonaphthalinDie Naphthalinschwefelsäure = C 4e H"S0 2 + SO'Diese beiden gepaarten Paarlinge sind in isolirter Form bekannt.Die zweite Art von gepaarten Schwefelsäuren wird von denen ausgemacht, beideren Entstehung der Sauerstoff der Schwefelsäure an der Wasserbildung keinenAntheil nimmt, in denen folglich aller Schwefel als Schwefelsäure enthalten ist,welche aber zur Hälfte mit dem, was von dem organischen Körper nach Aus-tritt von VVasserelementen übrig bleibt, als integrirender Bestandteil des Paar-lings verbunden ist. Z, B.
EssigBaurc-hydrat
Wasffeilfiere
Schwefelsaure
H«0+C«H°0' 2 SO*
gewasserte Easigachwefelsäure
*«>>e*
(<J4H<0*SO 8 )S0» -f- 311*0
W eingeist
C»li"0«~
Actherschwefelseure
+
Scbwefelsaute-Vtydrat___
3H*0SÖ S
grirn
vollkommen gewasserteSchwefelsäure
(C 4 H ! «0S0M'!*Ö 8 + 11*0 + (S0 3 3H>ÖJ
Im ersten Beispiel wird die Bildung der gepaarten Schwefelsäure durchwasserleere, im es-, eilen durch höchst Concentrirte oder einfach gewässerte Schwe-felsäure hervorgenifen, Da die gepaarten Schwefelsäuren mit Kalk, Baryt und
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