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Schwefelsäure.
3. Chemisches Verhalten der Schwefelsäure zuandern Körpern: zum Wasser, zu den Metallen, xti dun Ba-sen und Salzen, zu organischen Körpern {gepaarte Schwefel-säuren), zum lebenden Körper (Gegenmittel).
4. Schwefelsaure Salze und deren allgemeine Ver-hältnisse: Zusammensetzung, Verhalten zum. Wasser, in derHitze für sich und in Berührung mit Kohle, zu organischenSubstanzen auf nassem Wege. Erkennung.
(Vgl. II. Hauptabschnitt § 67 u.'ii'.'J : t'Zusatz ad I. Die Ph. Bor. Eil. VI. hat folgende drei Arten Von Schwe-felsäure aufgenommen und äussert sich darüber wie folgt:j. Acidum sulphuricura crudum. Eine farblose, höchst ätzende Flüssig-keit von ölartiger Consistenz, aus Schwefelsäure und Wasser bestehend, bis-weilen Blei und Eisen, auch Salpetersäure und andere Fremdartige Stoffeenthaltend. Die mit Arsenik verunreinigte Säure mnss verworfen werden.Spec. Gew. 1,840 bis 1.845. Man bewahre sie vorsichtig auf. Sie wird inchemischen Fabriken bereitet.
2. Acidum sulphuricum dilntum. Nimm reclificirte Schwefelsäure1 Pfund, mische es durch Eintröpfeln mit 5 Pfund destillirtem Was-ser. Sie sei klar und farblos.
3, Acidum sulfuricum rectif icatum s. d cpura tum: Rohe Schwe-felsäure rectificire aus einer ins Sandbad gelegten gläsernen Betörte mitVerwerfung «es zuerst übergehenden 16 ten Theües. Die erhaltene. Säure be-wahre in mit Glasstöpseln versehenen Gefässen auf. — Sie sei farblos.höchst ätzend, von schwefelsaurem Blei. Arsenik' und auch von Salpetersäurefrei. Spec. Gewicht r^ 1,845. Sie enthält 81 Theile wasserfreie Säure in100 Theilen.
Die Rectification der Schwefelsäure wird sehr erleichtert, wenn zu derselbenin der Retorte etwa \ — | Proc, salpetcrsaures Ammoriiumoiyd zugesetzt wird.Bis fast zum Ende der Destillation entwickelt sich Stickoxydnl- oder Stickgas,■wenn, wie es am häufigsten der Fall ist, die rohe Säure durch kohlige Theileetwas gefärbt war, und dieses inmitten der kochenden Säure sich bildende Gas,welches der Erhitzung der Säure über ihren Siedepunkt entgegenwirkt, machteben die Destillation höchst sicher und gleichmässig, ohne dass das Destillat aufIrgend eine Weise verunreinigt werde. War die rohe Säure mit ininimis vonarseniger Säure verunreinigt, so wird diese in Arsensäure verwandelt und dasDestillat ist arsenfrei. Wenn man aber genöthigt ist, eine sehr arsenreiche rohsSchwefelsäure zur Rectification zu verwenden, so ist es am besten, diese vorherauf folgende leichte Weise zu reinigen: Man verdünnt die Säure mit 3—4 Thei-len Wasser, rührt dazu etwas in Wasser gelöstes Schwcfclbarynm. lässt absetzen,trennt nach 24 Stunden mit Hülle eines Glashebers die Flüssigkeit von dem Bo-densatz und lässt sie dann in Schaaieu mit ächter Porzellanglasur im Sandbadesoweit als thunlich verdunsten. Die rückständige Flüssigkeit wird nach dem Er-kalten behutsam in eine passende Retorte gefüllt, etwa \ Proc. Ammoniaksal-peter in Stücken zugefügt, die Retorte hierauf in ein passendes Sandbad nachder a. a. 0. beschriebenen Weise gesetzt und nach vorgelegter Vorlage so langedestillirt, bis reines Schwefelsäurehyürat überzugehen beginnt, was man leichtan dem syrupartigen Niedersinken der Tropfen in das zuerst übergegangene De-