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C6
Wasserstoff.
Zusatz ad 2. Die Bereitung von Sauerstoffe;»* mittelst chromsauren Kali"*ist von Biilmain angegeben worden und besteht in Folgendem: Man iibergiesstin einer kleinen, aber im Verhältnisse zu den darin zu behandelnden Materialiengeräumigen, Betörte mit Gasableitungsrohr 3 Theile zerriebenes rotties chromsau-res Kali mit 4 Theilcn concentrirterSchwefelsäure und erhitzt die Mischung vor-sichtig über der Weingeistlanipe, so lange als noch Gas entweicht. Die Chrom-*äure verliert die Hälfte ihres Sauerstoffes und das chromsaure Kali -wird in schwe-felsaures Chromoxyd-Kali verwandelt, nämlich: K0 2O0» + 4 H f OSO* =s KOCr'O» 4 SO 5 -j- 4 11*0 r 3 0. Die Ausbeute an Sauerstoff beträgt dem Ge-wichte nach etwas über J- vom Gewichte des chromsauren Kali's oder von1 Unze ungefähr 200 Kubikzoll, etwas über 3 Preuss. Quart. Im Feurigen kannich jedoch die Methode nicht empfehlen, sie steh! der mittelst Chlorsäuren Kali'sn jeder Beziehung nach.
§37.
Wasserstoff.H ~ 12,5 oder = 1.
1. Vorkommen im anorganischen und organischenReiche.
2. Reindarstellung.
3. Allgemeine Eigenschaften: Aggregatzustand, Dichtigkeit(AeronautikJ, Farbe, Geruch und Geschmack, Verhalten tum Licht, zuden flüssigen Lösungsmitteln, Brennbarkeit.
4. Chemisches Verhalten gegen anderweitige Elementsim Allgemeinen.
(Vgl II. Hauptabschnitt § 36« u. ff.)Zusatz ad 2 und 3. Die chemische Action zwischen Schwefelsäure, Was-»ar und Eisen findet weit langsamer statt, als zwischen Schwefelsäure, Wasserund Zink, besonders wenn letzteres, wie es gewöhnlich der Fall ist, nicht abso-lut frei ist von fremden Metallen, daher auch bei Anwendung von Zink in gleicherZeit eine weit grössere Menge Wasserstoffgas entwickelt wird. Ans diesemGrunde gab man auch früher bei Füllung von Luftballons der Anwendung vonZink, ungeachtet seines weit höheren Preises, den Vorzug Durch Zusatz einersehr kleinen Quantität von aufgelöstem Platinchlorid zur verdünnten Schwefel-säure wird indess auch hei Anwendung von Eisen die chemische Action soausserordentlich beschleunigt, dass hierdurch jener Nachtheil vollkommen ausge-glichen wird. — Die Auflösung von 1 Unze Eisen bewirkt die Entwickelungvon ungefähr 700 Kubikzoll Wasserstoffgas; Zink etwas weniger, in dem Ver-hältnisse als das Aequivalent des Zinkes grösser ist als das des Eisens.
lüOO Cubic-Centimeter reines Wasserstoffgas wiegen bei 0° und 760 Millim.Barometerstand 89,8 Milligramme, Siiernach wiegen
1 Pariser K.-Zoll....... 0,02925 Preuss. Gran.
i Kheinl. „...... . 0,02037 ., „
1 Pariser E.-Fuss.......50,5444 „ ,:
I Bheinl. „ .......45,5SS7 ,, ,,
Ad 4, Der Wasserstoff zeigt zu den Metallen nur ein sehr geringes Ver-einignngsbestreben, und auch diess nur im statu nascenti. Unter den basischen istes das Kalium allein, von dem eine Verbindung mit Wasserstoff bekannt ist.
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