Sublimation.
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Vorsicht, sie an der Feuerseite etwas mehr von der Wandung der
der Kapelle abstehen zu las-sen, als an der dem Feuerentgegengesetzten Seite, undsie bei Destillation von minderflüchtigen Flüssigkeiten, z. B.Säuren, ganz und gar mit Sandzu überdecken, indem mandessen Abfliessen durch einenKranz von Lehm verhindert.Die Kapellen ruhen auf einemauf die hohe Kante gestellten,etwas concav nach dem Ka-pellenboden eingehauenen Mau-ersteine, welcher nach demFeuerraum zu an die Seiten-mauer anstösst, auf der ent-gegengesetzten Seite aber etwa3—4 Zoll davon absteht, undso den Raum unter der Ka-pelle in zwei Theile theilt.-Der Fe.uerraum selbst wirdam besten mit zolldicken Zie-gelplatten, welche auf 2 — 3^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^, Schienen von Schmiedeeisenruhen, überdeckt. Diese Decke wird mit Sand überschüttet und dientso als Digestorium.
5) Sublimation wird eine Destillation genannt, wobei das Destillatin fester Form erbalten wird, Sie wird gewöhnlich in Kolben oderRetorten vorgenommen, und das Sublimat setzt sich dabei theils imobern Gewölbe, theils auch im Halse derselben ab. Bei der Sublima-tion finden zuweilen Zerlegungen statt, welche denen auf nassem Wegeentgegengesetzt sind. So findet bei der Sublimation eines Gemengesaus kohlensaurem Kalk und salzsaurem Ammoniak ein wechselseitigesAustauschen derßestandtheile dieser beiden Salze statt: kohlensauresAmmoniak wird subiimirt, und salzsaurer Kalk bleibt zurück, währendauf nassem Wege letzteres Salz durch ersteres zerlegt wird. Ueber-haupt kann man annehmen, dass wenn ein Gemeng aus zwei odermehreren zusammengesetzten Körpern, welche durch Austausch derBestandtheile die Erzeugung einer flüchtigeren Verbindung, als jededer einzelnen angewandten Zusammensetzungen, veranlassen können,erhitzt wird, stets auch eine solche Zerlegung vor sich gehen werde.So ist in dem eben erwähnten Falle das entstehende kohlensaure Am-moniak weit flüchtiger, als das angewandte salzsaure Ammoniak. Er-hitzt mau ferner ein Gomeng aus Schwefelantimon und Chlorquecksilbcrin angemessenen Verhältnissen, so subiimirt zuerst Chlorantimon, undzuletzt bei stark vermehrtem Feuer steigt auch Schwefelquecksilberauf. Das Ch'orantimön ist nämlich weit flüchtiger als die beidenangewandten Verbindungen.