Gas und Freywerclung des Phosphors, welcher nundurch den Wärmeftoff ausgedehnt in die Vorlageoder in den Retortenhals entweicht, und nach er-folgtem Abkühlen in das vorgefchlagene Waffer un-tertaucht. Während der Entwickelung des Phos-phors entfteht nicht nur das fchon genannte kohlen-ftofffaure Gas, fondern auch noch ein anderes vonTrommsdorff entdecktes, fich dabey aus dem, ei-nen Beftandtheil der Kohle vorher ausmachenden Waf-ferftoffe, einem Antheil Phosphor und aus etwas Koh-lenftoff bildendes Gas, phosphorhaltiges Koh-len - Waffe rfto ff gas. Welche Gasarten den Ap-parat aus einander fprengen könnten, wenn ihnenkein Ausweg durch die eingeküttete Glasröhre ge-laffen würde. In der Retorte felbft bleiben die derPhosphorfäure bevgemifcht gewefenen Verbinclungenvon Phosphorfäure, Schwefelfäure und Kalk und et-was Kohle zurück.
§. ig.
Befchreibung der Eigetifchaften des Phosfhorf.
Der Phosphor ift eine einfache, durch Cch ein en-de, weifsgelbliche Subftanz, die im Handel gewöhn-lich in dünnen Stängelchen von Pfeifenftielsdickevorkömmt, und welche, lange im Waffer aufbewahrt,auf der Oberfläche mit einem weifsen Oxyde bedecktund dadurch undurchiiehtig wird, Er hat eine Con-fü'tenz beynahe wie Wachs, und läfst fich wie diefesichneiden und zerftücken. Seine Eigenfchwere ift1,770. Er ift im Waffer unauflöslich, nur verändertdiefes ihn durch den Einflufs des Lichts auf die be-
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