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reicht, und zur Entweichung der fich bey der Arbeitentwickelnden Gasarten zugleich eine Oeffnung zwi-fchen den Fugen bleibt; welcher Zweck am bequem-iten durch Einküttung einer dünnen Glasröhre er-reicht wird. So zugerichtet gebe man biszum Glü-hen der Retorte allmählig zu verftärkendes Feuer,mit welchem man fo lange anhält, bis aller Phos-phor theils in leuchtenden Dämpfen , theils in Tro-pfen übergegangen ift. Ehe diefes aber erfolgt, wirderft vorher noch Feuchtigkeit der Phosphorfäure über-gehn. ßey einer gut und glücklich betriebenen De-ftillation wird man feiten mehr, als den 6ten bis StenTheil der angewandten Säure an Phosphor erhalten,der vorher, um ihn vom Phosphoroxyd und Schmutzzu reinigen, im gefchmolzenen Zuftande unter Waf-fer durch Leder oder dichte Leinwand gedrückt, undhierauf durch einen Glastrichter und Schmelzen un-ter Waffer in die gewöhnliche Form der Stängelchengebracht wird.
§. iS.
Aetiologie oder Erklärung des Vorganges bey vorftekenderBereitung des Phosphors.
Wenn die Phosphorfäure, die aus Phosphor undSauerftoff befteht,jimd wenn ne durch Schwefelfäureaus Knochen gefchieden worden ift, noch einen An-theil phosphorfauren und fchwefelfauren Kalk ent-hält, zur Darftellung des Phosphors mit Kohle imheftig glühenden Zuftande in Berührung kömmt, foerfolgt durch Einwirkung des Kohlenftoffs der Kohle-auf den Sauerltoff der Phosphorfäure Entziehung desSauerftoffs, dadurch Bildung von kohlenftofffaurem