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Toluyl. — Toluylalkohol.
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Die Tolursäure bildet mit den meisten Basen in Wasser löslicheSalze, namentlich sind die Alkalisalze leicht löslich.
Tolursaurer Baryt, Ba O . C 2 o Hio N O5 -\~ 5 a 1-i krystallisirtin kleinen wahrscheinlich rhombischen Nadeln der Combination coP;coPoo ; in heissem Wasser ist er leicht löslich.
Tolursaurer Kalk, Ca O . C 20 Ht 0 NO5 ~\~ 3 aq., wird in 1 bis2 Millimeter langen der Länge nach stark gestreiften plattenförmigenKrystallen erhalten, die sehr weich und seideglänzend sind. In heissemWasser ist er leicht, in kaltem schwer löslich.
Tolursaures Natron krystallisirt aus Wasser in federigen Nadeln.
Tolursaures Silberoxyd, AgO . C 20 HioN0 5 , wn 'd D<J i derdoppelten Zersetzung als weisser Niederschlag erhalten, der in kochen-dem Wasser sich reichlich löst und beim Erkalten in gut ausgebildetenKrystallen anschiesst.
Die Lösung des Natronsalzes fällt Bleizucker weiss, Eisen-chlorid braungelb; letzterer Niederschlag schmilzt beim Kochen mitWasser theilweise. In Alkohol ist er löslich. A. S-
Toluyl ist das Radical C 16 H 7 (im Toluylaldehyd der Toluyl-säure u. a. m.) genannt.
T O 1 U y 1 a 1 d e h y d , T o 1 u y 1 w a s s e r st 0 f f. Der aldehyd-
C H o )artige Körper des Toluylalkohols: C 16 Hg02 = 16 7 w! (Canni-
z a r o x ).
Es entsteht bei der trockenen Destillation einer Mischung von to-luylsaurem und ameisensaurem Kalk. Das ölartige Destillat wird miteiner Auflösung von zweifach-schwefligsaurem Natron geschüttelt, wo-mit es eine krystallinische Verbindung bildet. Diese liefert bei derBehandlung mit kohlensaurem Natron das Aldehyd als ein pfefferartigriechendes Oel, das bei 204° C. siedet. An der Luft geht es allmälig unterAufnahme von Sauerstoff in Toluylsäure über. Durch alkoholischeKalilösung wird es in toluylsaures Kali und Toluylalkohol (s. d. Art.)verwandelt:
2CisJg0 2 + HO . KO = CieH^KOi + C^HioOj
Toluylaldehyd Toluylsaures Kali Toluylalkohol.
A. S.
Toluylalkohol. Bis jetzt nur künstlich aus Toluylaldehyd(s. d. Art.) dargestellt. Formel: C 16 H 10 O 2 . Ein weisser krystallinischerKörper, der bei 58,5 °bis 59,5° C. schmilzt und bei 217° C. siedet. In kaltemWasser löst er sich nur wenig, etwas mehr in kochendem Wasser undscheidet sich daraus in ölartigen Tropfen ab, die später sich in Kry-stallnadeln verwandeln. In Alkohol und in Aether ist er leicht lös-lich. Mit Salpetersäure behandelt liefert er Toluylaldehyd. In einemStrom von Salzsäuregas erhitzt geht er in das Chlorid C le H D Gl über.Aus diesem Chlorid erhält man durch Erhitzen mit Cyankalium in al-koholischer Lösung das Cyanid Ci 6 H 9 . C 2 N, woraus durch Behand-lung mit Kalilauge die Säure C 18 H 10 O4 entsteht, welche nicht der To-luylsäure, sondern der Alphatoluylsäure homolog zu sein scheint. A.S.
!) Compt. rencl. T. LIV. p. 1225; Chem. Centralbl. 1862, p. 509; Annal. d,Chem. u. Pharm. Bd. CXXIV, S. 354.