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8 (1861) [Soda - Tzinacancuittaquahuitt]
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Toluonitril

Tolursäure.

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Das Ammoniumoxydsalz krystallisirt in sternförmig gruppirtenNadeln.

Das Barytsalz, BaO . C u H 7 S 2 0 5 , ist schuppig krystallinisch,wasserfrei, in Wasser sehr leicht löslich aber nicht zerfliesslich.

Auch das Bleisalz ist leicht löslich.

Das Kalisalz bildet wasserfreie Krystallblätter, die sehr leichtlöslich sind. (Die Angabe, dass es 15,3 Proc. Kali enthalte, muss aufeinem Irrthum beruhen.) A. 8.

Toluonitril, syn. Benzyleyanür (s. unter Benzyl-chlorür (2. Aufl. II, 1, S. 952).

Toluosalicyl, Tolusalieyl. Ein Product der Einwir-kung von Toluylchlorür auf salicylige Säure (s. d. Art. Bd. VII, S. 76).

Tolursäure Toluglycinsäure, Glycocolltoluy lsäure.

II

Eine stickstoffhaltende Säure. Formel: HO.C 20 H 10 NO 6 = 9* S 2 S 2 <

H )

Entdeckt von Kraut r ). Sie ist der Hippursäure homolog und entstehtbeim Durchgang der Toluylsäure durch den Körper, wie die Benzoe-säure darin zu Hippursäure wird.

Die Toluylsäure wird in Dosen von mehreren Grammen einge-nommen (was ohne Nachtheil für die Gesundheit geschehen kann), derhierauf gelassene sauer reagivende Harn zum Syrup verdunstet, mit Al-kohol ausgezogen, die Lösung unter Zusatz von Oxalsäure verdunstetund der Rückstand endlich mit alkoholhaltigem Aether ausgezogen. Diebeim Verdunsten letzterer Lösung hinterbleibende gelbgefärbte und nochmit Oxalsäure verunreinigte Säure wird mit kohlensaurem Kalk gekocht,-und das beim Erkalten auskrystallisirende Kalksalz nach mehrmaligemUmkrystallisiren durch Erwärmen mit verdünnter Salzsäure zersetzt.Die beim Erkalten auskrystallisirte Säure wird durch Auflösen in kochen-dem Wasser gereinigt. Beim freiwilligen Verdunsten der alkoholischenLösung erhält man grössere Krystalle.

Die Tolursäure krystallisirt aus kochendem Wasser in farblosenBlättern; ans Alkohol erhält man Krystalle des rhombischen Systemsmit den Flächen ooP; oop«; poo, auch mit OP; Härte etwa gleichder des Gypses, glas-und perlmutterglänzend. Sie ist geruchlos, schmilztbei 160°bis 165° C.und zersetzt sich in stärkerer Hitze unter Entwickelungeines aromatischen Geruchs.

In siedendem Wasser ist sie reichlich löslich, wenig in kaltemWasser; in kochendem Weingeist löst sie sich fast in jedem Verhält-niss, in kaltem Weingeist auch reichlich. Alkoholfreier Aether löstnur wenig davon.

Die Tolursäure wird analog der Hippursäure bei anhaltendemKochen mit Salzsäure in Toluylsäure und Glycocoll zerlegt:

CaoHuNOj _|_ 2 HO =J\s}h®^ + ^i^O^

Tolursäure Toluylsäure Glycocoll.

J ) Kraut Annal. d. Cliem. u. Pharm. Bd. XCV0I, S. 360.