'oluidschwefelsäure. — Toluol.
903
Metoluidin, C 30 H 17 Ng
din und Jodäthyl einige Tage lang in zugeschmolzenen Röhren auf100°C., bis sich prismatische. Krystalle gebildet haben, destillirt hier-auf den Ueberschuss von Jodäthyl ab und erhält hierdurch das Triäthyl-benzylammoniumjodür als schweres Oel. Durch Erwärmen mit frischgefälltem Silberoxyd wird es unter Abscheidung von Jodsilber in diefreie Base übergeführt.
Die Lösung der Base reagirt stark alkalisch, schineckt bitter undzeigt gegen Metalllösungen das Verhalten von Kalihydrat (Chromoxydwird indessen ans seiner Lösung gefällt ohne sich im Ueberschuss zulösen, Quocksilberoxydlösung wird weiss gefällt).
T r i ä t h y 11 o 1 u y 1 a m in o n i u m c h 1 o r ü r - P latinch 1 o r i d,Ca« H22 N€zl -|- Pt€l 2 , fällt auf Zusatz von Platinchlorid zu der Salz-säuren Lösung der Base als krystallinischer Niederschlag. In kaltemWasser fast unlöslich, wird er von heissem Wasser leicht gelöst, worausbeim Erkalten prächtige Nadeln anschiessen.
C U H 9 N)C 14 H 8 .€y.Ni"
Es bildet sich bei der Einwirkung von Chlorcyan auf Toluidin(Wilson). Ist dem Melanilin homolog.
Zur Darstellung bringt man Toluidin in eine gebogene Röhre,breitet es durch Schmelzen desselben in einer dünnen Schicht darin ausund saugt mittelst eines Aspirators Chlorcyangas hindurch, wobei diebei der Reaction entwickelte Wärme ausreicht, die Substanz geschmol-zen zu erhalten. Die entstandene harzartige grösstenteils aus salz-saurem Metoluidin bestehende Masse wird in Wasser unter Zusatz vonetwas Salzsäure gelöst, die filtrirte Lösung mit Kali versetzt und derhierbei entstehende Niederschlag einige Zeit mit Kali gekocht, wobeiunzersetztes Toluidin mit den Wasserdämpfen sich verflüchtigt. DerRückstand wird nach dem Auswaschen aus Alkohol umkrystallisirt.
Es bildet kleine krystallinische Blättchen, die in kaltem Wassernur wenig löslich sind, etwas mehr in kochendem.
In Salzsäure ist es leicht löslich; die Lösung giebt mit Platinchlo-rid einen dunkelgelben in Wasser und Alkohol unlöslichen Niederschlagvon der Zusammensetzung: C30H17N3.&GI -f- Pt-Gl 2 .
Nitrotoluidin, C„H g (N0 4 )N.
Das Diu itrotoluol verwandelt sich bei der Behandlung mitSchwefelammonium in alkoholischer Lösung in Nitrotoluidin (Cahours).Es krystallisirt in gelben Nadeln und bildet mit Säuren bestimmte Salze^Mit Benzoylchlorid und Cuminchlorid bildet es amidartige Verbindungen.
A. 8.
Toluidschwefelsäure, syn. Toluolschwefel-säure.
TO 1U I n nennt Berzelius das Toluol.
Toluol 1 ), Tolin, Tolidwasserstoff, Toluin, Benzyl-wasserstoff, Toluenylwasserstoff, Toluen, Benzoen, lletin-
Literatur: Beilstein, Annal. cl. Chem. u. Pharm. Bd. CXVT, S. 336. —Cahours, Compt. rend. T. XXIV, p. 555. T. XXX, p. 320. Pharm. Centralbl.1850. S. 344. — Cannizaro, Annal. de chim. et de phys. [3.] T. XLV, p. 468;