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Toluidin.
Schwefelsaures Toluidin: G 14 H 9 N, HO.SOg. Eine ätheri-sche Toluidinlösung wird mit einigen Tropfen Schwefelsäure versetzt,wobei ein blendend weisser krystallinischer Niederschlag entsteht, denman mit etwas Aether abwäscht. Es ist in Alkohol schwer löslich, leichtin Wasser.
Phosphorsaures, salpetersaures und schwefligsaures To-luidin sind krystallisirbar. Palladiumchlorid giebt einen orangegelbendem Platinsalz ähnlichen krystallinischen Niederschlag mit salzsauremToluidin.
Abkömmlinge des Toluidins.
Wenn schon das Toluidin seiner Entstehung aus Nitrotoluol we-
gen als primäre Aminbase 14 tt [N charakterisirt ist, so zeigen die
daraus abzuleitenden secundären und tertiären Basen, die von Morleyund Abel dargestellt wurden, dies noch deutlicher.
C H '
Aethyltoluidin, Ci 8 H 13 N = C 4 H 5 j
H 1
N.
Toluidin mit Jodäthyl vermischt und in zugeschmolzenen Köhren2 bis 3 Tage auf 100°C. erhitzt verwandelt sich in jodwasserstoffsau-res Aethyltoluidin. Nach dem Oeffhen der Röhre destillirt manüberschüssiges Jodäthyl ab, wobei ein schweres Oel zurückbleibt, dasbei der Destillation mit starker Kalilösung das Aethyltoluidin als einfarbloses leichtes Oel von eigenthümlichem Geruch übergehen lässt.Das specif. Gewicht desselben ist 0,9391 bei 15,5°, sein Siedepunkt liegtbei 217°C. Es bräunt sich beim Aufbewahren.
Mit Oxalsäure und Schwefelsäure bildet es krystallinische Salze.Die Lösung in Salzsäure giebt mit Platinchlorid einen hellgelben kry-stallinischen Niederschlag, der sich nicht ohne Zersetzung umkrystalli-siren lässt, auch in Alkohol leicht löslich ist und beim Trocknen bei100°C. schon eine anfangende Zersetzung erleidet.
(S14H7J
Diäthyltoluidin, C 2S B 17 N = C 4 H 5 N.
C 4 H 5 ]
Aethyltoluidin, mit Jodäthyl in einer zugeschmolzenen Röhre 2bis 0 Tage laug auf 100° C. erhitzt erstarrt beim Erkalten krystalli-nisch, das überschüssige Jodäthyl wird abdestillirt, wobei ein krystal-linischer in Wasser äusserst leicht löslicher Rückstand von jodwasser-stoffiaurem Diäthyltoluidin bleibt, welcher mit Kali destillirt die freieBase liefert.
Es ist eine farblose ölartige Flüssigkeit von 0,9242 specif. Gewichtbei 15,5°C.; sie siedet bei 229°C. und riecht dem Aethyltoluidin ähn-lich. Die Salze scheinen im feuchten Zustand an der Luft leicht zer-setzt zu werden. Das Platindoppelsalz konnte nur als harzige Masseerhalten werden.
Triäthyltoluenylammoniumoxydhydrat.
Triäthylbenzylammoniumoxydhydrat: C 26 H 23 N0 2- N(C 4 H 5 ) S CllH ^
H
0 2 . Man erhitzt ein Gemenge von Diäthyltolui-