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3 (1848) [F - H]
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971
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Hypericum. — Hypersthen. 971

mit Kermesfarbe, Gallustinctur fällt weifse Flocken, Goldchlorür bildetdamit einen weifsen Niederschlag, Platinlösung wird nicht gefällt.

Concentrirte Salpetersäure löst das Hyoscyamin ohne es zu färben,englische Schwefelsäure bräunt es.

Die Salze des Hyoscyamins sind im Einzelnen nicht näher un-tersuch!. Man erhält sie durch Sättigen des reinen Alkaloids mit denverdünnten Säuren. Das schwefelsaure Salz ist krjstallisirbar, luftbe-sländig. Sie sind geruchlos, scharf und widerlich schmeckend, leicht inWasser und Weingeist löslich, sehr giftig. Aus sehr concentrirtenLösungen fällen fixe Alkalien das Hjoscyamin in fester Form. y.

Hypericum, -Öl, - roth s. Johanniskraut.

H y p e r o x y d (Superoxyd) s. Oxyde.

Hypersthen (von VTtSQ, über, und ö&svog, kräftig, hinsichtlichgrößeren Härte und des höheren speeif. Gewichtes im VergleichHornblende, mit welcher Hypersthen früher verwechselt wurde) istein zur Gattung des Augit gehöriges Mineral, dessen nähere Zusammen-setzung wir besonders durch Muir's Analysen kennen gelernt haben.Muir untersuchte 1) Hypersthen von der Paulsinsel, sogenannten Pau-lit, 2) Hypersthen von der Insel Skye, und 3) Hypersthen von derBaffinsbay. Der Thonerdegehalt dieser Hypersthene variirt zwischen0 und 4,07 Procent, ihre mittlere Zusammensetzung ist:

derzur

Kieselerde .

. 51,91

Thonerde . .

. 2,02

Kalkerde . .

2,41

Talkerde . . .

. 18,64

Eisenoxydul

. 20,35

Manganoxydul .

. 3,88

Wasser . . .

. 0,33

99,54

Wird die Thonerde als polymer- isomorph mit der Kieselerde be-trachtet , also 3 Al 2 0 3 =2 Si0 3 gesetzt (s. Hornblende), so ergiebtsich das Sauerstoff-Verhältniss [Si0 3 ] : RO = 27,58: 13,59, welchesäufserst nahe der Formel 3RO . 2 [Si0 3 ] entspricht. Von dem ge-wöhnlichen Augit und dem Diallag unterscheidet sich der Hypersthen inchemischer Beziehung besonders durch seinen sehr geringen Kalk- undbeträchtlichen Eisenoxydul-Gehalt. Eigentlich ist daher die Formel des

Hypersthen = j: ö ! . 2 p>i0 3 ]. Eine Hypersthenart, in welcher der

Eisenoxydul-Gehalt sein Maximum erreicht haben dürfte, ist der soge-nannte Gedrit (s. d.). — Eine sehr charakteristische physische Eigen-schaft des Hypersthen, welche die Unterscheidung dieses Minerals vonanderen Augitarten sehr leicht macht, besteht in einem mehr oder weni-ger deutlichen kupferrothen metallischen Schimmer auf der deutlichstenSpaltungsfläche. Man hielt denselben lange Zeit für ein eigentümlichesoptisches Phänomen. Neuere Untersuchungen 1) haben jedoch gelehrt,dass dieser farhige Schimmer wahrscheinlich nur durch mikroskopische

') Poggend. Amial. Bd. 64. S. 162.