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2 (1845) F - K
Entstehung
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324
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Haar-Hygrometer.

derjenigen des Delucscben Fischbein - Hygrometers überein-stimmt. Der Fischbeinstreifen DA, (in der Zeichnung zu jenem Ar-tikel) ist durch das Haar ersetzt, die spannende Feder D durch einGewicht, und das ganze Gestell hat unten noch Stellschrauben, da-mit das Haar in die genaue vertikale Lage gebracht werden kann.Den Punkt der grossesten Feuchtigkeit erlangte Saussure dadurch,dass er sein Instrument bei der Normaltemperatur unter eine Glas-kampann brachte, deren Innenfläche stark angefeuchtet war und solange unter derselben liess, bis der Zeiger eine constante Stellungbehielt. Der Punkt des Kreisbogens, an welchem diese sich dannbefand, bildete einen Normalpu'nkt der Skale, der als zuverlässigbetrachtet werden konnte, wenn häufige Wiederholung des Versuchsdieselbe Zeigerstellung ergaben. Den Punkt der grossesten Trocken-heit bestimmte Saussure dadurch, dass er einen Halbcylinder vonEisenblech im glühenden Zustande mit Salpeter und Weinstein be-streute und anderthalb Stunden glühend erhielt; so dass das Blechmit dem ausgetrockneten Salze ganz incrusürt war. So heiss, alsder gläserne Recipient ihn aufnehmen konnte, wurde der Halbcylin-der in denselben hineingebracht und umschloss zur Hälfte das Haar-Hygrometer, das sich dann bald in einer ausgetrockneten und vonder äussern Luft hermetisch abgeschlossenen Luft befand. Der nie-drigste Punkt, den der Zeiger bei nochmaliger Wiederholung desVersuchs angab, bildete den zweiten Fundamental-Punkt der Skale,der Abstand beider Fundamental - Punkte wurde in 100 gleicheTheüe (Grade) getheill; so dass 0 Grad vollkommene Trockenheit,100 Grad vollkommene Feuchtigkeit der Luft andeuteten. Nur Instru-mente, die auf diese Art angefertigt und regulirt werden, könneneigentlich als Saussuresche Hygrometer betrachtet werden. Denndie Wahl des Haares und die Art der Auslaugung desselben habenEinfluss auf den Gang des Instrumentes, das so vorgerichtet in derfreien atmosphärischen Luft oder in einem abgeschlossenen Raumden Feuchtigkeitszustand bestimmen soll. Genaue Beobachtungendes trockenen Haares in verschiedenen Temperaturen ergeben fürjeden Thermometergrad eine Verlängerung von 19 Milliontheilen desGanzen. Die hygroskopische Ausdehnung brachte im Ganzen eineAusdehnung von 0,0245 hervor, also für einen Hygrometergrad0,000245. Demnach ist j-'JL oder T V die Aenderung, welche jederTemperaturgrad an dem Hygromelergrade hervorbringt, d. h. jeder(Reaumür'sche) Temperaturgrad verlängert das Haar um den 13tenTheil eines Hygrometergrades. Diese Beobachtung, bei der auch aufdie Ausdehnung des Messings Rücksicht genommen war, diente zurgenauen Bestimmung der Feuchtigkeit und machte daher die gleich-zeitige Beobachtung eines Thermometers nöthig. Die SaussureschenHygrometer wurden besonders wegen ihrer Empfindlichkeit und ihrerUebereinstimmung unter sich sehr geschätzt. Saussure fand beidenen, die auf übereinstimmende Weise angefertigt waren, nie eineAbweichung von zwei Graden. Die Veränderlichkeit des Haares inlängerer Zeit macht indessen häufige Prüfungen der Uebereinstim-mung in den Fundamentalpunkten nöthig, und die Beweglichkeit derRollen und der Zeigerachse wird dtrr'ch den fortdauernden Gebrauchin der freien Luft sehr gestört. Mit grossem Fleisse hat Saussure