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2 (1845) F - K
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ü aar-Hygrometer. Unter den hygroskopischen Stoffennimmt das Haar der Menschen eine wichtige Stelle ein. Es giebtdie geringsten Feuchtigkeitsänderungen der Luft durch seine ver-mehrte Ausdehnung zu erkennen. Dies benutzte Horaz Benedictde Saussure zu dem nach ihm genannten sehr empfindlichen Hy-grometer. Er wählte (Sauss. Essais sur rhygromelrie Neufchatel 1783in deutscher Uebersetzung: Versuch über die Hygrometrie von H. B.d. Saussure, Leipzig 1784) ein von einem lebenden Kopfe abge-schnittenes blondes ungekräuseltes Frauenhaar, das eine halbe Stundein einer siedenden Lösung von ■£ Procent Soda in destillirtem Wassergewesen und m reinem kochenden Wasser längere Zeit ausgesüsst,endlich in reinem kalten Wasser abgespült war, und dann diedurch Erfahrung ermittelten regelmässigen Ausdehnungsverbä'Itnissezeigte. Ein solches Haar, etwa 8 bis 10 Zoll lang, wird bei dergewöhnlichen Einrichtung des Instruments, welcheunsre Zeichnung darstellt, innerhalb eines vierecki-gen Messingrahmens A an einem Querstäbchen B beiC so befestigt, dass es mittelst der Mikrometer-schraube E gehoben und gesenkt werden kann.Es hängt nun neben der längeren Seite des Bah-mens, dem man eine vertikale Stellung geben muss,herab und wird unten an einen Zeiger D befestigtund durch ein Gewicht II gespannt. Der Zeiger istum eine Axe beweglich und dem längeren Theil des-selben hält der kürzere, der die Gestalt des viertenTheils einer Bolle mit doppeltem Schnurlauf hat, dasGleichgewicht. Ueber den einen Schnurlauf legt sichvon oben herabreichend das Haar und ist unten beie befestigt, über den andern Schnurlauf, der zueinem kleineren Badius gehört, zieht sich ein obenbei d befestigter Seidenfaden, der das spannendeGewichtchen trägt, das nie über 12 Gran hinausgehen darf. Dieses er-hält, wie man leicht einsieht, das Haar immer in angemessener Span-nung, während der Zeiger selbst an der Skale nach M hinaufrückt;wenn das Haar sich ausdehnt und nach N hinabsinkt, wenn es sichzusammenzieht. Das Häkchen L oben dient zur Aufhängung einesThermometers und die Klemme K unten zur Festhaltung des Ge-wichts, wenn das Instrument nicht gebraucht, sondern in einemFutteral aufbewahrt wird. Ausser dieser einfacheren Constructiondes Instruments erfand Saussure noch eine zweite, die mehr mit

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