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Rutinsäure.
alkoholische Auszug hinterlässt beim Abdampfen unreine Eutinsäure,welcher durch Behandeln mit Aether, Chlorophyll und andere Unreinig-keiten entzogen werden.
Die unreine Eutinsäure wird aus der Raute am einfachsten durchhalbstündiges Auskochen des Krautes mit gewöhnlichem Essig erhalten ;aus der abgepressten Flüssigkeit scheidet sich nach längerem Stehen(vollständig erst nach einigen Wochen) das Eutin ab, so dass durch Ab-dampfen der Mutterlauge daraus kaum noch etwas erhalten wird.
Zur Reinigung der unreinen Eutinsäure wird sie nach dem Trock-nen mit Aether abgewaschen, der Chlorophyll und Wachs löst, währenddie reine Säure zurückbleibt, die dann in kochendem Alkohol gelöstund durch Abdampfen der Lösung und Abwaschen des dabei erhaltenenEückstandes mit Wasser rein erhalten wird (Weiss).
Born träger reinigt die unreine Säure, indem er sie in einemGemenge von 4 Thln. Essigsäure und 16 Thln. Wasser in der Sied-hitze löst; aus der filtrirten Lösung scheidet sich bei längerem Stehenfast alle Säure aus, so dass beim Abdampfen der Mutterlauge nur wenigmehr erhalten wird. Die krystallinische Säure wird in Alkohol gelöstund mit Thierkohle behandelt; das Filtrat wird nach Zusatz von etwasWasser abgedampft und bleibt dann zur Abscheidung der Säure einigeZeit stehen.
Um die Eutinsäure aus den eingemachten Kappern darzustellen,werden diese mit kaltem Wasser kurze Zeit eingeweicht, und dann etwasabgewaschen, um Essig und Kochsalz zu entfernen. Die abgewascheneMasse wird ein oder zweimal mit Wasser ausgekocht und die abge-presste Flüssigkeit einige Tage an einem kühlen Ort stehen gelassen.Es scheidet sich hier die Eutinsäure unrein aber fast vollständig in gel-ben voluminösen Flocken ab, so dass die braune Mutterlauge beimAbdampfen kaum noch etwas Säure giebt. Die unreine flockige Säurewird abfiitrirt, und das Filter mit Inhalt nach dem Abwaschen ambesten feucht auf Fliesspapier gelegt, bis die Säure hinreichend abge-trocknet ist; sie lässt sich dann leicht und ohne allen Verlust in zusam-menhängenden Blättchen vom Filter nehmen. Sie wird in kochendemAlkohol gelöst, und das Filtrat wird, nachdem es mit l L seines VolumsWasser gemengt ist, eingedampft; die Flüssigkeit erstarrt dann beimErkalten zu einem Brei von krystallinischer Säure, die zwischen Papierabgepresst wird. Zu vollständiger Reinigung kann die Säure nocheinige Male aus kochendem Wasser umkrystallisirt werden (Eochlederund Hlasiwetz).
Das als »chinesische Gelbbeeren« uneigentlich bezeichnete gelbeFarbmaterial, welches nach von Martins auch unter dem NamenWaifa vorkommen soll, und wahrscheinlich identisch ist mit demvon v. Kurrer als »Natalkörner« bezeichneten Farbmaterial, zeigtsich als eine Mischung holziger Theile, Bruchstücke von Stengeln undBlüthenstielen, mit unaufgeschlossenen Blüthenknospen, die von einerstrauchartigen Pflanze aus der Familie der Papilionaceen herzustammenscheinen; nach von Martius besteht es aus den unentwickelten Blü-thenknospen von Sophora japoniea.
Um den Farbstoff aus diesen sogenannten Gelbbeeren auszuziehen,wird die Substanz mit heissem Alkohol oder einfacher mit kochendemWasser ausgezogen; die abgepresste Lösung erstarrt nach dem Ab-dampfen beim Erkalten zu einem Krystallbrei von unreiner Säure; diese