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6 (1854) [P - R]
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737
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Pyrretin.,? Pyrrhol. 737

der Bundescommission in Mainz während längerer Zeit zum Theil un-ter Mitwirkung von Böttger und Schönbein angestellt sind, nichtsGenaueres in die Oeffentlichkeit gelangte; nach den Zeitungsnachrich-ten sollen diese Resultate nicht ungünstig gewesen seyn, und besondersVerbesserungen, welche von einem österreichischen ArtillerieofficierLenk angebracht sind, sollen die Anwendbarkeit des Pyroxylins hoffenlassen, und die österreichische Regierung soll in Folge dieser weiterenErfindung von Lenk sich veranlasst gesehen haben, den ersten Erfin-dern, Schönbein und Böttger, ihr Anrecht auf die Erfindung mit30000 Fl. abzukaufen, und die Versuche mit dem neuen Schiessmate-rial in Wien fortsetzen zu lassen *). Etwas Näheres ist über diesenGegenstand nicht bekannt, es lässt sich aber annehmen, dass die öster-reichische Regierung die Erfindung und das Recht der Benutzung nichtangekauft haben würde, wenn sie nicht nach den vielfältigen Versu-chen die sichere Hoffnung hätte, jedenfalls für einzelne Zwecke dasPyroxylin nutzbar verwenden zu können.

Ein grosser Vortheil ist es unter Umständen jedenfalls, dass dasPyroxylin ohne Pulverdampf zu bilden, abbrennt, wenn es nicht, wieangegeben wird, gasförmige Producte bildet, die der Respiration nach-theilig sind.

Man hat auch vorgeschlagen, das Pyroxylin in der Feuerwerkereizu verwenden, so auch zum raschen Anzünden von Kerzen und Lam-pen bei Illuminationen u. dergl. Der Vorschlag, es als Nahrungsmittelzu benutzen, und überhaupt stickstofffreie Nahrungsstoffe durch Behand-lung mit Salpetersäure stickstoffhaltig zu machen, kann wohl nichternsthaft gemeint seyn. Fe.

Pyrretin, i. e. Brandharz, s. Brenzöl.

r yrrhin nannte Zimmermann denjenigen Stoff im Regen-wasser, welcher Ursache seyn soll, dass sich dasselbe mit salpetersauremSilber röthlich färbt. Wiegmann fand das Pyrrhin im Höhenrauch;über seine chemische Natur weiss man noch nichts Gewisses. Wp.

Pyrrhit (von TiVQQog, gelb) hat G. Rose ein bei Mursinskin kleinen orangegelben Octaedern vorkommendes Mineral genannt,mit welchem Teschemacher ein ganz ähnliches Mineral von denAzoren vereinigt, das, nach Hayes, hauptsächlich aus niobsaurer Zir-konerde besteht. Th. S.

Pyrrhol, Rothöl (Runge), Pyrolin (Berzelius) (ttVQQogund oleum). Pyrrhol nannte Runge einen etwas basischen Körper,weil er die Eigenschaft hat, einen Fichtenholzspalm, der mit Salz-säure befeuchtet ist, purpurrot!! zu färben. Durch diese eigenthüm-liche Reaction erkannte Runge die Gegenwart dieses Körpers im flüch-tigen Steinkohlentheeröl, indem er einen mit Salzsäure befeuchtetenSpahn in eine Flasche über der pyrrholhaltigen Flüssigkeit aufhing;Runge fand durch die angegebene Reaction diesen Körper auch in derwässerigen Flüssigkeit, welche bei der Destillation thieriacher Substan-zen übergeht, und als Knochenspiritus, Spiritus comu cervi, bezeichnet

oiyteehn. Joimi. von bingler, Bd. CXXVII, S. 285.Tlanchvörlei-lraeh der Chemie. I'J. VI- A*f