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Prasem. — Predazzit.
Zinnsäure mit dieser Basis entspricht. Die Masse kann, wie sie ausdem Ofen kommt, verbraucht werden, oder sie wird gelöst und dieklare Lösung abgedampft.
Ein anderes, ebenfalls auf die Benutzung metallischen Zinns sichgründendes Verfahren, wobei aber als Oxydationsmittel Bleiglätte oderschwefelsaures Bleioxyd, wie es als Nebenproduct von den Zeugdrucke-reien sich ergiebt, benutzt wird, und welches im Erhitzen von Aetznatronmit Zinn und dem Bleioxyd besteht, mu3s, da das Bleioxyd auch bei Zinn-überschuss sich in Natron löst, ein minder reines Product liefern, zumalwenn schwefelsaures Bleioxyd gebraucht wird, dessen Schwefelsäurein das Product eingeht. Diesen Methoden entgegen hat Young sichin England ein anderes Verfahren patentiren lassen, welches die Be-nutzung des natürlichen Zinnsteins, des gerösteten Bergzinns, das manSchwarzzinn heisst, zu Grunde liegt. Young bringt dieses pulver-förmige Schwarzzinn mit seiner 2 1 / 2 fachen Menge Aetznatronlauge vonungefähr 22 Proc. Natrongehalt zusammen, rührt stark um, erhitzt bisdas Wasser sämmtlich verdampft ist, und schmilzt zuletzt bei 250 bis300° C. Dabei geht der grösste Theil des Schwarzzinns mit dem Na-tron in Verbindung; die Masse wird gelöst und die klare Lösung, vomBodensatz abgegossen, abgedampft. Dies ist wohl unter dem Gesichts-punkt der Oekonomie die bessere Methode. Es soll aber, wie eng-lische Zeugdrucker versichern, das Präparat die unangenehme Eigen-schaft an sich haben, dass die Zinnsäure bei längerer Anfbewahrungdes Salzes in eine andere Modifikation übergeht, und beim Uebergiessendes Salzes mit Wasser ungelöst bleibt.
Häufig bereiten sich die Fabrikanten eine Präparirsalzlosung durchFällen von Zinnchlorid und Wiederlösen des Zinnsäurehydrats in Aetz-natronlauge.
Der Zinngehalt des käuflichen, auf dem Continent meist nach Mer-cer's Vorschrift dargestellten Präparirsalzes ist äusserst schwankend,zuweilen enthält es nicht mehr als 24 Proc. Zinnsäure.
Die Anwendung des Präparirsalzes ist eine sehr mannigfaltige,gewöhnlich werden die Zeuge durch eine Auflösung desselben gezogenund um die Zinnsäure auf der Faser abzuscheiden, nachher durch einverdünntes Säurebad genommen. B — y.
Prasem (von nqüöiog, lauchgrün), ein lauchgrüner Quarz (s. d.),dessen Farbe von fein eingemengter Hornblende herrührt. Findet sichunter anderem, derb und krystallisirt, bei Breitenbrunn in Sachsen. DemPrasem nahe verwandt ist das Plasma (s. d.). Th. S.
Praseolltll (wegen seiner lauchgrünen Farbe so genannt), ein zurCordierit-Gruppe gehöriges Mineral von Brewig in Norwegen. Mansehe den Artikel Pin it. Th. S.
Predazzit, ein zu Predazzo in Tyrol als Gebirgsmasse auftre-tendes Mineral, welches nach Petzholdt aus 2 (CaO . C0 2 ) -)- MgO.HO besteht. Es hat vollkommen das Ansehen eines krystallinisch körnigenKalksteins ist jedoch etwas härter und besitz ein speeif. Gewicht 2,634.Unter dem Predazzit findet sich, nach Roth, ein verwandtes Gesteingelagert, aus CaO . C0 2 -\- MgO.HO bestehend, Pencatit von Rothgenannt. Es ist von grossem Interesse, diese Mineralien in der Nachbar-schaft von Dolomiten auftreten zu sehen. Schwerlich kann man annehmen,