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Potassium. — Präparirsalz. 637
saurem Kali besteht, abgiesst, und diese bis zur Salzhautbildnng ein-dampft und hierauf erkalten lässt. Hierdurch scheidet sich noch mehrschwefelsaures Kali, sowie Chlorkaliuni in Form von kleinen Krystallenaus. Man dampft alsdann die rückständige Lauge bis zur stau-bigen Trockenheit ein, und verwahrt die trockene Salzmasse in gutzu schliessenden Gefässen auf, da das kohlensaure Kali sehr begierigFeuchtigkeit aus der Luft anzieht. Die so gereinigte Potasche soll nurnoch Spuren von schwefelsaurem Kali und nur geringe Mengen vonChlorkalium und Kieselerde enthalten. Auch wird angegeben, dassman die Lösung der Potasche durch Digeriren mit Kohlenpulver ganzvon kieselsaurem Kali soll befreien können.
Die Anwendung der Potasche ist sehr mannigfach, hat aber seitder künstlichen Darstellung der Soda ausserordentlich abgenommen,indem die Soda zu den meisten technischen Zwecken die Potasche er-setzen kann. Dies ist jedoch nicht der Fall bei der Salpeter- und Alaun-fabrikation, zur Darstellung des böhmischen Krystallglases, zur Berei-tung mehrerer Kalisalze, als des chlorsauren Kalis, des Blutlaugensalzesu. s. w., ebenso für die Fabrikation der Schmierseifen, der Darmsaitenund des sämisch gegerbten Leders.
Sollte die Asche des mehr und mehr verschwindenden Brennholzesden Potaschenbedarf nicht mehr decken, so wird die chemische TechnikBalard's Vorschlag adoptiren, das schwefelsaure Kali des Meerwassersdurch einen gleichen Process, wodurch das Glaubersalz in Soda ver-wandelt wird, in Potasche umzuändern, doch liegt im Augenblick nochkein genügendes Bedürfniss hierzu vor.
Prüfung der Potasche vergl. Art. Alkalim etrie, Bd. I, S. 194und Suppl. S. 102.
Auserdem vergl. Art. Potasche in Knapp's Technologie Bd. I,S. 239. C. &.
Potassium, syn. mit Kalium.
Präcipitat, weisser s. Mercurius praecipi-tatus albus.
Pr ( äparirSalz (j)reparing salt, stammte de soude) , ist das seitmehreren Jahren in der Färberei viel gebrauchte zinnsaure Natron desHandels. Die chemischen Fabriken liefern dasselbe gewöhnlich imstarren Zustande, doch hat keine der käuflichen Sorten eine auf con-stante Aequivalentzahlen der beiden Bestandtheile zurückführbare Zu-sammensetzung. Sie enthalten Aetznatron im Ueberschuss, welches beilängerem Aufbewahren des Salzes unter losem Verschluss Kohlensäureanzieht. Das Salz enthält ausserdem meist noch andere Beimengungen,welche sich aus den gebräuchlichen Darstellungsarten ableiten lassen. InEngland hat Merces am meisten zur Einführung des Präparirsalzes indie Färbung und den Zeugdruck beigetragen. Nach einem Patent, an wel-chem er Theilhaber ist, wird es dargestellt aus 22 Pfund Aetznatron, dasin einem eisernen Gef äss zur Rothglühhitze gebracht, dann mit 8 PfundSalpetersäuren) Natron und 4 Pfund Kochsalz versetzt wird, in welchesGemisch endlich, nachdem es in Fluss gekommen, 10 Pfund gekörntesZinn gegeben werden. Es ist leicht einzusehen, dass hierbei eine Masseerhalten wird, die weit mehr Natron enthält als einem normalen Salze von
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