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Potasche.
herausgeschöpft werden können, und somit die Krusten- oder Pfannen-steinbildung gänzlich verhindert wird. Freilich hält die so erhaltenePotasche eine viel grössere Menge Wasser zurück als nach dem erstenVerfahren, was ihre weitere Bearbeitung im Calcinirofen erschwert.
Das Calciniren. Die so erhaltene Potasche enthält ausser den5 bis 15 Proc. Wasser stets noch braune Extractivstoffe, welche beidenur durch starkes Erhitzen entfernt und zerstört werden können. Hierzubenutzte man in früheren Zeiten eiserne Töpfe oder Potte, woher,wie oben erwähnt), der Namen Potasche herzustammen scheint. Jetztgeschieht dieses in dem Calcinirofen, eine Art Flammofen mitzwei seitlichen Feuerungen, ebenem Herd und Trockengewölbe, vonder aus Fig. 21 ersichtlichen Construction. Der Ofen besteht aus
Fig. 21.
feuerfestem Material, a a sind die beiden Feuerungen, welche mit tro-ckenem , dünn gerissenem Holz gespeist werden, b b die zugehörigenAschenräume, o ist der Calcinirherd, über welchen von beiden Längs-seiten aus über die schmalen Feuerbrücken tt die Flamme reverberi-rend wirkt. Die heissen Gase finden ihren Abzug durch das Gewölbee, welches zum Anwärmen der rohen Potasche dient. Durch das Ge-wölbe h wird die Bodenfeuchtigkeit vom Herde abgehalten und dientausserdem zum Aufbewahren und Trocknen des Holzes. Sobald derOfen gehörig angewärmt ist, bringt man zwischen 3 und 4 Centner ro-her Potasche auf den Herd und breitet diese gehörig darauf aus. Jenach dem Wassergehalt schäumt sie mehr oder weniger auf, was sichbei einem grossen Wassergehalt selbst bis zum Flüssigwerden der gan-zen Salzmasse steigern kann, wodurch dann diese Arbeit wesentlich ver-längert und erschwert wird. Durch fortwährendes Umrühren suchtman die Entwässerung möglichst gleichmässig fortschreiten zu lassen.Etwa nach einer Stunde ist die Potasche zwar schon ganz entwässert,aber noch keineswegs weiss, sie muss daher jetzt allmälig zum Glühenerhitzt werden, was mit der Vorsicht durchzuführen ist, dass alle orga-nische Materien verbrennen, ohne dass eine Schmelzung der Oberflächestattfindet. Bei gut geführter Arbeit wird die Masse auf dem Herdeganz schwarz, fängt Feuer und brennt mit blauer Flamme, worauf sieplötzlich hell und nach Beschaffenheit selbst weiss wird. Hierauf zieht