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6 (1854) [P - R]
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Potasche.

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zweimaliges Auslaugen erschöpften Aescher auf. Die schwache Lauge,die aus diesen noch erhalten wird, geht auf die zweite Reihe, und diehier abfliessende Lauge speist die frischen Aescher der untersten Reihe,aus denen dann die Lauge mit einem Salzgehalt von ungefähr 20 bis25 Proc. als siedewürdig in die vertieft angebrachten Laugenreservoire,Laugensümpfe sich ansammelt und abklärt. Um die grösste Mengeder löslichen Salze schon in der ersten Lauge zu haben, ist es nöthig,das heisse Wasser 10 bis 12 Stunden auf dem Aescher stehen zu lassen,ehe die hierdurch gebildete Lauge abgelassen wird.

Kaltes Wasser löst zwar die kohlensauren Alkalien sowie dasChlorkalium und das Chlornatrium leicht auf, so dass schon mittelstkalten Wassers ein Erschöpfen der Asche an diesen Salzen möglich ist;allein nicht zugleich auch das schwefelsaure Kali. Da aber dieses dasGewicht der Potasche vermehrt und in manchen Fällen einen ebenfallswerthvollen Bestandtheil der Potasche ausmacht, so ist das Auslaugenmit heissem Wasser vorzuziehen.

Der ausgelaugte Rückstand, der Aescher, enthält immer noch eineziemliche Menge an Kalisalzen, namentlich kieselsaures Kali, so dasser ein sehr geeignetes Material zur Bouteillenglasbereitung oder einnoch sehr wirksames Düngmittel abgiebt. Lässt man diesen Rückstandlängere Zeit an der Luft liegen, so wird das kieselsaure Alkali zumTheil durch die Kohlensäure der Atmosphäre in kohlensaures Kali um-gewandelt, so dass man nach längerem Liegen von neuem kleine Men-gen dieses Salzes auslaugen kann, womit die Erfahrung, dass alte,feuchte, längere Zeit an der Luft gelagerte Asche mehr Potasche lie-fert, übereinstimmt und erklärt wird.

Das Eindampfen der durch organische Stoffe gelb oder braungefärbten Lauge geschieht in den meisten Fällen in grossen, flachen,eisernen Pfannen, seltener in kupfernen Kesseln. Die starken eisernenPfannen werden am zweckmässigsten wie die Siedepfannen unserer Sa-linen eingerichtet, und sind, was jedoch nur selten geschieht, mit einemhölzernen Schwadenfang zur besseren Verdunstung und Abführung derWasserdämpfe zu versehen. Um die Wärme der Feuerung möglichst aus-zunutzen, stellt man die Pfannen ebenfalls terrassenförmig übereinander,so dass die oberen Vorwärm- und Concentrationspfannen für die unterenSiedepfannen sind. In diesen wird bei kräftigem Feuer die Lauge rascheingedampft und das verdampfende Wasser fortwährend durch Laugeaus den oberen Pfannen ersetzt, bis die Lauge der Siedepfannen die Gahreerreicht hat, welches man an der Dickflüssigkeit der Lauge und demmehr oder weniger raschen Erstarren einer Probe zu einem krystalli-nischen Brei erkennt. Von da an beobachtet man ein verschiedenesVerfahren. Nach dem älteren sperrt man jetzt allen Zufluss ab undsiedet die dicke Lauge rasch zu einer festen Masse ein, welche in Formeiner ziemlich harten braunen Kruste an dem Boden und an den Wän-den der Pfanne anhaftet. Nach dem vollständigen Trocknen lässt mandie Plannen erkalten und schlägt nun die feste Salzkruste mittelst Meis-sein los. Da diese Arbeit nicht allein zeitraubend ist, sondern auchdie Pfannenwände stark angreift, die Nietungen leicht undicht macht undda ausserdem das letzte Austrocknen viel Brennmaterial kostet, so hatman (nach dem neueren Verfahren) angefangen, die Potasche förmlichauszusoggen, d. h. man siedet die concentrirte Lauge unter fortwähren-dem Umrühren ein, wodurch lose Krystalle gebildet werden, die leicht

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