Erste arabische Übersetzungen und Schriften: Dschabik.
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Auswahl so zu treffen, daß sich die Qualitäten in richtigem Maße teilsergänzen und steigern, teils aufheben und neutralisieren, und daß durchdie Vereinigung das Elixir zustande kommt, das fertig ein'ebensoeinheitlicher Körper ist wie der gleichfalls aus unzähligen Materialien zu-sammengesetzte Theriak *). Nicht anders als die dem Kranken eingegebeneMedizin durch die mächtige Kraft ihrer Natur jene des Siechen beeinflußt,verändert auch das Elixir die Natur der gemeinen Metalle, denen man esdurch Projizieren oder Aufstreuen einverleibt, — woher es nach einigeneben den Namen „Elixir" führt 2 ) [= aliksir = tö ^yjqiov = das Streu-pulver]. Weil es selbst entstanden ist durch Vereinigung der vier Elemente,des Körpers und des Geistes, — daher nie ohne Mitwirkung von Queck-silber 3 ) —, des Männlichen und des Weiblichen, also durch Zeugung undEntwicklung, Schwangerschaft und Geburt, macht es in gleicher Weiseauch die „Körper" wieder lebendig; es läßt die Toten auferstehen 4 ), esüberwindet die grobe Beschaffenheit ihrer Leiber, es assimiliert sie, färbtsie weiß oder rot, je nachdem es selbst weiß oder rot ist, und verwandeltsie in Silber und Gold, die von beständiger Farbe sind und besser undreiner als die natürlichen 5 ).
e) „Buch der Konzentration." Dieses Buch 6 ), das auf Pythagoraszurückgehen soll, entwickelt im wesentlichen, auf völlig unklare und wirreWeise, die Theorie der „verborgenen Eigenschaften" 7 ); was z. B. äußerlichBlei ist, das ist innerlich bereits Zinn, Silber oder Gold, und man hat nichtsweiter zu tun, als diese „herauszukehren", indem man, z. B. durch Bei-fügung entsprechender Mengen der fehlenden Qualitäten, eine Umwandlungbewirkt 8 ). — Die Angabe, daß man durch Destillation des Kupfervitriolseine sehr saure und scharfe Flüssigkeit erhalte, offenbar unreine Schwefel-säure, ist ein ganz später, mit dem sonstigen Inhalte gar nicht zusammen-hängender Zusatz 9 ).
f) „Buch des Quecksilbers." Trotz der Ankündigung besondererKlarheit und Deutlichkeit übertrifft das „Buch des Quecksilbers" 10 ) anUnverständlichkeit und mystischer Dunkelheit noch alle früheren. AlsHauptmittel bei der Darstellung des „Steines" bezeichnet es das Queck-silber, das orientalische oder „Tier" u ) und das okzidentalische oder „Myrthe"und „göttliches Wasser", so geheißen, weil es die Naturen umwandelt unddie Toten wiederbelebt 12 ); ist die Bereitung des Steines richtig gelungen,so gerinnt das fertige Elixier wie die zurechtgekochte Öl- und Alkali-Mischung der Seifensieder, und es entsteht eine weiße glänzende Masse,die „Milch der unbefleckten Jungfrau" 13 ).
g) „Buch der Siebzig." Unter diesem Titel erwähnt die Liste des„Filmst" ein Werk des Dschabib 14 ), das bisher im arabischen Originalnicht aufgefunden ist, von dem jedoch das Manuskript 7156 der PariserNationalbibliothek eine in äußerst barbarischem Latein verfaßte, „Liber
i) Mä. III, 166, 177; 171. *) ebd. III, 181. 3 ) ebd. III, 186 ff.
*) ebd. III, 188. 5 ) ebd. III, 179 ff., 183, 186 ff., 189. 6 ) ebd. III, 191 ff.
') ebd. III, 21. 8 ) ebd. III, 191 ff. ») ebd. III, 205, 225.
i») ebd. III, 207 ff. ll ) ebd. III, 208. 12 ) ebd. III, 213. ") ebd. III, 221.
M) ebd. III, 32 ff.