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[1] (1919) Ein Beitrag zur Kulturgeschichte, mit einem Anhang: Zur älteren Geschichte der Metalle
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4. Abschnitt: Die Alohemie im Orient.

de septuaginta" betitelte Übersetzung zu enthalten scheint (?) 1 ). DieseÜbersetzung 2 ), — sie wäre die einzige lateinische eines Werkes des„echten" Dschabir —, ist übrigens sehr unvollständig und mangelhaft,trotz großer Weitschweifigkeit unklar und verworren, dabei voll vonLücken und Einschiebseln 3 ), darunter sehr späten aus christlicher Quelle,z. B. den die Exkommunikation und das Schlagen des Kreuzes er-wähnenden 4 ); sie enthält zahlreiche arabische, zum Teil unerklärte oderunverstandene Benennungen und Decknamen, und beruft sich vorzugs-weise auf griechische Autoren, u. a. auf die großen Alchemisten Platon 5 )und Aristoteles 6 ).

Alle „Körper" oder „Metalle", deren es sieben gibt, nämlich Gold,Silber, Kupfer, Eisen, Zinn, Blei und Glas (vitrum) 7 ), — denn Quecksilberist ein „Geist" —, enthalten stets die vier Elemente, davon zwei in offenemund zwei in verborgenem Zustande, welche letzteren es „heraus zu kehren"gilt 8 ). Dies vollzieht die Natur allmählich und langsam 9 ); rascher, schonbinnen 40 Tagen, vollbringen es die „Medizinen", indem sie die fehler-haften „Säfte" austreiben, verbessern, oder durch die geeigneten ergänzen 10 );noch rascher,jybereits innerhalb einer Stunde, wirkt das „Elixir" 11 ), vondem 1 Teil 100, ja 1000 Teile der gemeinen Metalle umwandelt, am leichtestenBlei zunächst in Silber und dieses dann in Gold 12 ). Welche Kraft den„rechten Medizinen" innewohnt, ersieht man aus der Entstehung derherrlich gefärbten Produkte Bleiglätte, Mennige und Bleiweiß aus dem Blei,doch kommt es stets daraiif an, das dem Zweck Entsprechendste, also z. B.Auripigment, Al-Markasit, Talk, Alaun, Salmiak, Kalk, Alkali, Aschen,Bauracia [Boraxe, meist = Alkalien], Salze, Myrthenzweige und Gall-äpfel [also Gerbstoffe] usf., auch an rechter Stelle zu gebrauchen 13 ). Diegrößten Kräfte besitzen, einzeln oder zusammen angewandt, die „vierGeister", d. s. Schwefel, Arsen, Quecksilber und Salmiak 1 * 1 ), vor allem aberdas Quecksilber, das eine „radix in omni re" ist, ein Wurzel- oder Grund-Bestandteil aller Substanzen 15 ); sämtliche Geister sind auch in pflanzlichenund tierischen Stoffen vorhanden 16 ) [deren Bezeichnungen aber oft nurals Decknamen aufzufassen sind]. Was den „Stein der Weisen" betrifft,so gewinnt man ihn aus den nämlichen vier Elementen, die, nur in anderenMengenverhältnissen, auch alle übrigen Stoffe bilden 17 ); daher kann mansie allen diesen entnehmen, den mineralischen, pflanzlichen, tierischen undmenschlichen, doch müssen sie sich im Zustande höchster Reinheit be-finden 18 ) und dürfen nur „zur günstigen Stunde" vereinigt werden 19 ), undzwar in den richtigen Gewichtsverhältnissen, die das eigentlich wichtigeund daher, des Wohles der ganzen Menschheit halber, mit äußerster Strengezu wahrende Geheimnis darstellen 20 ). Wie die geringen anfänglichen Zu-sätze von Silber und Gold, so wirkt auch das Elixir wesentlich als Eerment,

x ) Mä. II, 320 ff.; 336. 2 ) Areh. 308 ff.

3 ) ebd. 308ff.; Mä. II, 320ff.; III, 8. *) Arch. 350, 356. 6 ) ebd. 352, 360.

«) ebd. 359. 7 ) ebd. 357. 8 ) ebd. 342 ff.; 346. 9 ) ebd. 346.10 ) ebd. 316; 345 ff. n ) ebd. 345, 355. la ) ebd. 356, 351, 348.ls ) ebd. 345, 346. ") ebd. 357; 329ff., 333. 16 ) ebd. 352.u ) ebd. 329ff.; 332ff. 1? ) ebd. 315; 311, 362. 18 ) ebd. 315ff., 324.10 ) ebd. 311, 313, 327, 332, 341. 2 °) ebd. 353.