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[1] (1919) Ein Beitrag zur Kulturgeschichte, mit einem Anhang: Zur älteren Geschichte der Metalle
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1. Abschnitt: Die Überreste der alchemistischen Litteratur.

Schützmaßregeln gegen die mitwirkenden, den Erfolg manchmal fördernden,sehr oft aber gefährdenden Geister und Dämonen bedurfte J ).

Kulturgeschichtlich interessant ist es, daß die syrischen Schriftenals Gegensatz des tiefsinnigen, wahrheitsliebenden und klaren Demokritoskeinen anderen hinstellen als Homer, der ein elender Betrüger war, diegroße und heilige Kunst verdunkelte und fälschte, ihre Lehren weder zuverstehen noch darzustellen verstand und daher die Götter sowie denAchilleus nur alsfalsche Symbole" hinzustellen wußte 2 ).

3. Pammenes, Maria, Kleopatra, Komarios

(angeblich im 1. Jahrhundert n. Chr.).

a) Pammenes, Maria.

Als Schüler, die zu Memphis den Unterricht des Ostanes gleichzeitigmit Demokbitos genossen, ja nach manchen Quellen diesen sogar ihrer-seits schon mit belehren konnten, werden Pammenes und Maria genannt 3 ).

Pammenes, angeblich identisch mit dem Phimenes aus Sai's, dessenRezept zuecht ägyptischem Asem" der Leidener Papyrus erwähnt 4 ),vielleicht aber auch mit dem Pammenes, dessen, als ägyptischen Magiers,zu Beginn des 2. Jahrhunderts Tacitus und Aelian gedenken 5 ), sollsich in seinen Schritten zu deutlich über die ihm anvertrauten Geheim-nisse ausgedrückt und deshalb den Tadel des Meisters erfahren haben 6 );von diesendeutlichen" Schriften ist aber leider nichts erhalten geblieben.

Maria, anfangs einfach Maria die Jüdin geheißen, später (so schonbei Zosimos im 3. Jahrhundert) identifiziert mit Maria oder Mirjam derSchwester des Moses, und von der Legende mit den nämlichen übernatür-lichen Kräften ausgestattet wie dieser'), schließlich sogar zurPrinzessinvon Saba" erhoben 8 ), wird seitens aller jüngeren Autoren als eine derfrühesten und bedeutsamsten Alchemistinnen gepriesen und als solche auchim arabischen Verzeichnisse desFihrist" (vollendet um 987 n. Chr.).auf geführt 9 ). Daß sie Jüdin war, ist zweifellos, es wird dies auch von ihrselbst durch einen gelegentlichen Ausspruch bestätigt, lautend 10 ):Be-rühre den Stein der Philosophen nicht mit Djinen Händen, denn Du gehörstnicht zu unserem Volke, Du bist nicht vom Stamme des Abraham." Inden an Pammenes getadelten Fehler ist Maria nicht verfallen, sie ver-sicherte vielmehr laut Überlieferung des Al-Habib (s. unten):Keineinziger Philosoph hat die Wahrheit in klarer Form gelehrt" u ), und sovielwir sehen können, handelte sie auch diesem Grundsatze gemäß; doch istzu berücksichtigen, daß wir ihre Werke fast nur aus den späten und dürftigenAuszügen kennen, die hauptsächlich bei Zosimos erhalten sind, zum kleinenTeile auch bei Olympiodoros und Anderen.

x ). I, 275; Vorr. 5. 2 ) ebd. 316 ff.3 ) Beitr. 506; Or. 155. 4 ) Arch. 296; Intr. 24, 66.

6 ) Taoitus,Annalen" lib. 16, cap. 14; Aelian,Tiergeschichten" lib. 16,cap. 42. «) Beitr. 506; Or. 167.

') Beitr. 402; Reitzenstein,Poimandres" (Leipzig 1904) 183, 187.8 ) Vgl.Gespräche des Markos",. III, 124 ff. »). III, 28 ff. "10 ) Or. 56, 171. n ). III, 89.

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