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[1] (1919) Ein Beitrag zur Kulturgeschichte, mit einem Anhang: Zur älteren Geschichte der Metalle
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Demokbitos (Pseudo-Demokbitos).

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der arabischen Eroberung Ägyptens unbekannt ist; sie rühmenindische"Stoffe, wie Tinte (Tusche?) und Stahl 1 ); sie gebrauchen für das MetallZinn das erst in jüngerer Zeit (s. unten) aufkommende SynonymZeus" 2 );sie bringen vielerlei, wenn auch meist wenig übersichtliche Gewichtsangabenbei, usf. Endlich treten auch in auffälligem Maße theoretische und aber-gläubische Vorstellungen in den Vordergrund; zu den ersteren zählt u. a.die Idee vom Vorhandensein des Quecksilbers in allen Stoffen und be-sonders in den Metallen, zu den letzteren die von der Herstellung des gold-vorwandelnden Wunder pul vers und desSteines", aus dem er bereitetwird, sowie von dessen mysteriösen Eigenschaften. Entstammt nun auchvieles dem Gesichtskreise dieser syrischen Übersetzungen Zugehörige undim Zusammenhange erst weiter unten zu Erörterrde, einer bedeutendjüngeren Epoche als der angeblichen des Demokbitos, sa reichen dochdie Wurzeln solcher Anschauungsweisen nicht selten bis in beträchtlichfrühere Zeiten zurück; trotz aller Unsicherheiten im einzelnen schien esdaher gerechtfertigt, auch die syrischen Überlieferungen an dieser Stelleim Anschlüsse an die sogenanntenechten" Lehren des Demokritos zubehandeln, und so die Fäden eines wenn auch noch so lockeren Zusammen-hanges nicht völlig zu zerreißen.

Anhangsweise sei noch einiger Fragmente gedacht, die sich in densyrischen Manuskripten, allerdings nur in sehr entstellter, auch gewissegnostische Einflüsse verratender Fassung, erhalten haben 3 ). Nach diesenschrieb Demokbitos sechs Bücher über Blei, Zinn, Eisen, Kupfer, Queck-silber undSilbsrblei" (Asem?), über dieGötter der Metalle", überEdelsteine, bunte Glasflüsse und Purpurfärberei 4 ); sodann eine Abhandlungüber die Bereitung des wunderbarenSteines, der kein Stein ist" undderdie Samen" der beiden Edelmetalle in sich führt, weshalb er sie auchwieder hervorzubringen vermag 5 ); ferner ein Buch über die Kunst desGold- und Silber-Machens 6 ); endlich auch ein Werk, enthaltend die ausdieserphilosophischen" Kunst hervorgehende medizinische 7 ), wobeiwohl an die Einflüsse des Xerions auf Leben und Gesundheit zu denkenist, sowie an die sog.Sphaera des Demokritos", eine iatro-(medico-)chemische Tafel, die u. a. den Verlauf von Krankheiten voraussehen läßtund sich bereits in einem dem Leidener Papyrus angehörenden Stückevorfindet 8 ).

Alle solchen Lehren sollen strengstens als Geheimnisse gehütetund nur den als würdig Befundenen anvertraut werden, unter besonderenCerimonien und magischen, die Geheimhaltung botreffenden Beschwö-rungen 9 ). Mit derlei Künsten muß aber der des großen Werkes Beflisseneauch in anderer Hinsicht Bescheid wissen, denn wenn z. B. vorgeschriebenwird, sich mit Harn gewisse Buchstabon und Zeichen auf den Arm zumalen und sie durch Aufstreuung von Kohlenpulver sichtbar zu machon,so erfahren wir aus dem syrischen Bibelkommentar des hl. Ephraim (4. Jahr-hundert), daß es solcher, durch die hl. Schrift verbotener Zaubereien, als

!). I, 88, 77. 2 ) ebd. I, 205, 208. 3 ) ebd. I, 313 ff.

4 ) ebd. I, 319. 5 ) ebd. I, 314. 6 ) ebd. I, 320. ') ebd. I, 315.

">) Intr. 86. 9 ). I, 320.