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[1] (1919) Ein Beitrag zur Kulturgeschichte, mit einem Anhang: Zur älteren Geschichte der Metalle
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Das Material, dessen sich derPhilosoph" bedient, istunser Kupfer"undunser Blei". Unterunserem Kupfer" sind die vier Körper Kupfer,Eisen, Blei und Zinn zu verstehen 1 ), unterunserem Blei" bald dasschwarze Blei, /udlvßöog /uelag" 2 ), bald /uolvßdog r)juersQog [d. i. Antimon],dessen Schmelze man auchschwarze Brühe",schwarzen Saft" nennt 3 );nur mittelsunseren Bleies" läßt sich die Mischung anfertigen, die entwederMagnesia heißt, oder Molybdöchalkos (wörtlich: Bleikupfer), oder auch/iäCa (Maza = Teig, Brot) *); sie enthält die vier Metalle der Tetrasomie[also Kupfer, Eisen, Blei, Zinn], ist eineViereinigkeit" ( de xeaoaqa evViere in Einem) und heißt daher auchEi der Philosophen",philo-sophisches Ei" 5 ), [weil auch das Ei die Einheit von vier Bestandteilendarstellt: Eischale, Eihaut, Eiweiß, Eigelb].

Unter den Stoffen, mit denen unser Blei und Kupfer behandelt undverbrannt" werden muß, sind die wichtigsten: der Schwefel, der in derHitze von selbst verdampft und dabei alles färbt, welche Eigenschaften,nämlich Flüchtigkeit und Färbevermögen, er aber mitallen Schwefeln"teilt 6 ); das Quecksilber, sowie die arvnrrjQia arQoyyvXr] = rundlicherAlaun, [das sind Bröckchen der aus den Arsensulfiden gewonnenen Arsenig-säure] 7 ); das göttliche Wasser,Wasser" kann stets Lösung oder Schmelzebedeuten, hergestellt aus der aWalr] (Aithäle = Ruß, Rauch) von schwefel-oder arsenhaltigen Substanzen, auch unter Zusatz von Chälkanthos (Vitriol),Galläpfeln", oderKiki" [äg. = Ricinus; beides offenbar Decknamen],das Silber schwärzend [durch seinen Schwefelgehalt], das Kupfer undBlei weißend oder gilbend, je nach seiner Bereitung 8 ); das schwefelhaltigeStimmi [Antimonsulfid] 9 ); Alabastron [vermutlich ein weißes Antimon-oxyd] 10 ).

Wie für den Menschen die Nahrung dann passend und förderlich ist,wenn sie aus Festem und Flüssigem so gemischt wird, daß er sie gut beisich behalten und verdauen kann, so ist dies auch beimKupfer" derFall: richtig ernährtgedeiht" es, und auch seine Wangenröten" sichin der rechten Weise 11 ). Dies vollzieht sich in den vier Phasen der Schwär-zung, Weißung, Gilbung und Rötung, die anzusehen sind als dieegyarov M&ov", dieWirksamkeiten des Steines" 12 ), [d. h. des vom Philosophenbereiteten Präparates, dessen Pulver er einstreut, wodurch er die Um-wandlung bewirkt]. Das Wesen der Letzteren besteht in einer Vermählung,in derVereinigung des Weiblichen und Männlichen", das Wort aQQrjvoder aQOr]v (Arsen) hat hierbei den DoppelsinnMännliches" undArsen",denndie Natur freut sich an der Natur" usw. ls ); nach dem Berichtedes schon erwähnten Al-Habib lehrte Maria, daß durch Verbindung desWeiblichen und Männlichen, des dunklen Menstrualblutes und des weißenSpermas, ein wahrer Fötus entstehe, der neun Monate zu seiner Reifungerfordere und alsKeim, Ei, Menschlein, Neugeborenes, usf., zehntausendund mehr Namen trage" 14 ).

!) Coli. IL 146, 170. 2 ) ebd. II, 92. s ) ebd. II, 93, 94.

*) ebd. II, 192, 197. 6 ) ebd. II, 96.

«) ebd. II, 148, 149;. I, 242. ') ebd. II, 172; III, 172.

8 ) Coli. II, 157. ") ebd. II, 99, 103. 10 ). I, 281. «) Coli. II, 170.

12 ) ebd. II, 199. 13 ) ebd. II, 103, 171. "). III, 92 ff., 109; III, 97, 91.