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Basilius Valentinus.
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nicht alle von demselben Verfasser wie die ersterwähnten Schriftenherrühren*). In den wenigstens relativ ächten Schriften, welcheso weit sich urtheilen läfst ursprünglich in Deutscher Sprache ver-tatst sind (sie sind auch in Lateinischer Sprache veröffentlicht unddiese Sprache ist manchmal für sie als die Original-Sprache betrachtetworden), giebt sich der Verfasser als einen aus Ober-Deutschlandgebürtigten Benedictiner-Mönch des Namens Basilius Valentinuszu erkennen; nach Solchem, von was als für seine Zeit neu oderbekannt in diesen Schriften die Bede ist, wäre der Verfasser in diezweite Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts, eher gegen das Ende des-selben hin, zu setzen. Von einem so benamsten Mann oder einemso sich nennenden Schriftsteller oder einem im Benedictiner-Ordendiesen Namen führenden Mönch hat man aus der Zeit vor der Ver-öffentlichung dieser Schriften keinerlei Kunde, und aus der darauffolgenden Zeit hat man bezüglich dieser Persönlichkeit nur ganz un-sichere Aussagen: eher Vermuthungen, die bei öfterer Wiederholungeine gewisse conventioneile Consistenz erhalten haben, als glaubwürdigeNachrichten; erst um die Mitte des siebzehnten Jahrhunderts wirdohne irgend welchen Nachweis angegeben, die Werke des BasiliusValentinus seien unter dem Hochaltar einer Kirche zu Erfurt ge-funden worden, und dann kommt 1675 die durch Nichts unterstützteaber bis in unsere Zeit gewöhnlich wieder vorgebrachte Angabeeines Geschichtschreibers der Stadt Erfurt (Gudenus), dafs BasiliusValentinus um 1413 (welcher Zeit in den Werken Stehendes wider-
*) Als eine von den unter Basilius Valentinus Namen veröffentlichtenSchriften, welche einen Anderen zum Verfasser haben sollen, ist namentlich dieunter dem Titel Azoth phüosophorum in Lateinischer Sprache zuerst 1613 heraus-gegebene betrachtet worden. Ich erwähne ihrer hier, um über das noch manch-mal vorkommende Wort Azoth Einiges zu sagen. Dieser Ausdruck bedeutetebei den Hermetikern etwas Anderes, als was unter Azot seit Lavoisier ver-standen wird, welcher mit dem letzteren, aus dem a privativutn und £<»•}) (dasLeben) gebildeten Wort den Stickstoff bezeichnete; aber es läfst sich nicht an-geben, was. Sehr verschiedene imaginäre Körper: gegen Zauberei und Krank-heiten wirksame Mittel und für die Darstellung des Steins der Weisen diensameSubstanzen wurden als Azoth benannt und im letzteren Fall bald Etwas, wasdie Natur einer Säure habe, bald etwas aus Quecksilber Darzustellendes, baldnoch Anderes: in den späteren Jahrhunderten wohl am Öftesten eine das Wesender Metallicität potenzirt enthaltende und vorzugsweise zu der künstlichen Her-vorbringung der edlen Metalle geeignete Substanz.