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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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und in Afrika heimisch. Adventiv wurden ausser nr. 451beobachtet: Ambrosia trifida L. mit der var. integri-föüa (Mühlenb.) Torrey et Gray aus Nordamerika. Engl.:Horse cane bitterweed, great ragweed. Einjährig. Laubblättergegenständig, spitz, 3- bis 5-lappig, nicht fiederteilig, ganz-randig oder am Rande gesägt-gekerbt; die unteren bis 18 cmbreit. Fruchthülle 5-zählig. (VII) IX bis X. Scheint sichbei uns einzubürgern. Bei Swinemünde, Hamburg (Dampf mühleWandsbeck, 1899), Eibufer bei Kötzenbroda (1893), an derSaalebei Bernburg (1900), bei Mannheim (1899), Ludwigshafen(1901 bis 1917), Neuhofen (1912) und Godramstein bei Landau[hier in einem Weinberge] in der Rheinpfalz (1900), bei Strass-burg, München (1906), mehrmals in der Schweiz (Bahnhof Buchs1909, Reinach bei Zofingen, bei Mönchenstein, bei Basel 1900,bei Bern [hier 1902 durch den Zirkus Barnum und Baileyeingeschleppt], bei Orbe). A. maritima L. Heimat:Mittelmeerländer. Einjährig. Stengel 30 bis 100 cm hoch,dicht grauzottig. Laubblätter gefiedert bis doppelt gefiedert,unterseits weissgrau. Blattzipfel stumpf. Fruchthülle eiförmigmit 4 bis 5 geraden Stacheln. Um Hameln, in Hannover,bei Mannheim (seit 18/3), Schifferstadt (1901 bis 1917) inder Rheinpfalz, bei Feucht in Bayern (1902). Ausserdemwerden A. polystachyia DC. aus der Schweiz (Allaman),A. bidentäta Michx. (= Franseria ambrosioi'des Cav) vonHamburg (Dampfmühle Reiherstieg, 1914), A. äptera DC.und A. (= Franseria) tenuifölia Spreng, aus dem Hafenvon Mannheim und München-Nymphenburg (1916) sowieneuerdings von Lüttich genannt (Dr. Hegi).

451. Ambrosia artemisiifölia L. (= A. elätior

L.). Engl.: Roman Wormwood, Hogweed, Bitter-weed, wild tansy. Beifuss-Ambrosie. Fig. 251.

Pflanze einjährig, 20 bis 90 cm hoch.Wurzel spindelförmig. Stengel aufrecht, einfachoder oberwärts ästig, dicht angedrückt behaartoder zottig bis rauh, stumpf 4-kantig. Laub-blätter gegenständig (seltener wechselständig),kurz gestielt, im Umriss eiförmig, fiederspaltig,jederseits mit 2 bis 3 länglichen bis verkehrt-eilanzettlichen, ganzrandigen oder an der Aussen-seite gezähnten bis fiederlappigenAbschnitten, ober-seits dunkelgrün, dicht angedrückt behaart, unter-seits durch dichte, anliegende Behaarung graugrün.Köpfchen eingeschlechtlich; die männlichen halb-kugelig, 4 bis 5 mm breit, kurz gestielt undnickend (Fig. 251b), an den Zweigen zu endstän-digen, ziemlich dichten und schlanken, tragblatt-losen Aehren vereinigt. Weibliche Köpfchen inden Achseln der obersten Laubblätter, unterhalbder männlichen Köpfchen, wenig zahlreich. Hülleder männlichen Köpfchen halbkugelig, verwachsen-blätterig (Fig. 251c), grün, anliegend behaart, am

Hegi, Flora, Bd. VI.

Fig. 251. Ambrosia artemisiifölia L.a Habitus ( 3 /s natürl. Grösse), b Blüten-stand vergrössert (oben männliche, nutenweibliche Köpfchen), c Männliches Köpfchen, d Hüll-blatt, e Männliche Blüte mit Spreublatt, f Spreublatt(vergrössert). ^Staubblatt, h Weibliche Blüte, i Frucht.

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