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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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Die Versuche, einen Unterschied zwischen B. salicifolium L. und B. grandiflorum L. (= var. angustiföliumKoch), von denen nach Fiori letzteres besonders in den Westalpen heimisch sein soll, zu finden, scheinen allevergeblich zu sein. Buphthalmum salicifolium ist eine der charakteristischsten Pflanzen der Kalkalpen, wo esin lichten Nadelwäldern, sowie vereinzelt im Krummholzgürtel in Gesellschaft von Erica carnea, Daphne Cneorum,Polygala Chamaebuxus, Valeriana montana und V. saxatilis, Teucrium montanum, Gymnadenia odoratissima,Aster Bellidiastrum etc., in den Ostalpen auch mit Helleborus niger erscheint. Anderseits tritt die Pflanzeinnerhalb der Alpenkette und zwar zuweilen dominierend an steilen Grashängen auf in Gesellschaft von Calama-grostis lanceolata, Anthericum ramosum, Tofieldia calyculata, Gymnadenia conopea, Epipactis rubiginosa, Bis-cutella levigata, Origanum vulgare, Euphrasia Salisburgensis, Clinopodium vulgare, Betonica Alopecurus,Campanula Trachelium, Alectorolophus angustifolius, Carduus defloratus, Thesium alpinum, Vincetoxicumofficinale, Laserpitium latifolium, Contoneaster integerrima, Aronia rotundifolia etc., ebenso als Bestandteil derSesleria-Halde (vgl. Bd. I, pag. 269) auf, hier in Gesellschaft von Silene nutans, Dianthus Carthusianorum,Erysimum silvestre, Polygala comosa, Laserpitium latifolium und L. Siler, Alectorolophus angustifolius, Phy-teuma orbiculare, Hypochoeris maculata etc. auf. Obwohl Kalkboden entschieden vorziehend, ist Buphthalmumsalicifolium doch keineswegs auf Kalkboden beschränkt, sondern tritt z. B. im Wiener Walde auch auf Sand-stein, in Südmähren auch auf Granit auf; diekalten", kalkfreien Glimmerschiefer scheint die Pflanze allerdingsgänzlich zu meiden. Auf der Hochebene gehört die Pflanze nicht selten dem Avena pratensis-Wiesentypus an.Andererseits tritt sie (z. B. auf der bayerischen Hochebene) auf sehr kalkreichen, trockenen Flachmooren alsBestandteil des Molinietums oder der Formation des Kiefermoores neben Laserpitium Prutenicum, PeucedanumCervaria, Asperula cynanchica, Galium boreale, Thesium rostratum (Bd. III, pag. 159), Euphorbia verrucosa,Euphrasia Kernen, Leontodon incanus etc. auf. Die Pflanze, die in ihrer Tracht grosse Aehnlichkeit mitInula salicina (Pappus bei der letzteren Art vorhanden, dagegen Spreublätter fehlend!) aufweist, wurde ehedemgegen Hundswut, in Tirol auch bei Schlangenbiss als Gegengift angewendet. Auf den oberbayerischen Heide-wiesen kommt Buphthalmum gelegentlich auch neben der ähnlichen, jedoch stark rauhhaarigen Inula hirta(Bd. VI, pag. 482) vor. Nach Becker keimen die Scheibenfrüchte schneller als die Randfrüchte. Dunkelheitverzögert die Keimung aller Früchte.

DCCXXXXIV. Telekia 1 ) Baumgarten. Telekia.

Krautige, ausdauernde Gewächse mit wechselständigen, ungeteilten, breiten Laub-blättern. Köpfe gross, reichblütig, in Trauben oder einzeln. Hüllschuppen mehrreihig (Fig. 249d),dachig angeordnet, lederig mit krautiger Spitze. Blütenboden dicht mit lanzettlichen bislinealen Spreublättern besetzt. Scheibenblüten sehr zahlreich, zwitterig, mit röhriger,5-zähniger Blumenkrone. Zungenblüten weiblich, zahlreich, lineal, gelb. Antheren an derBasis pfeilförmig, an den Spitzen lang bärtig. Pappus kurz, krönchenförmig, häutig, amRande stumpfzähnig bis zerschlitzt. Griffelschenkel abgestutzt. Narben zwei randständige,an der Spitze zusammenfassende Leisten bildend. Früchte stielrund, etwas zusammen-gedrückt, vielriefig; die der Randblüten nur wenig verschieden, etwas 3-kantig.

Die Gattung umfasst nur unsere beiden Arten (vgl.Uzonyi, Ferenc. Die Morphologie und Systematikder Telekia speciosa, mit Berücksichtigung der Telekia speciosissima und des Genus Buphthalmum in Muzeumfüzetek Kolozsvär, IV, 3, 1910).

1. Obere Stengelblätter mit herzförmigem Grunde stengelumfassend sitzend. Stengel I-köpfig. Nurin Südtirol..........................T. speciosissima nr. 449.

1*. Obere Stengelblätter kurz gestielt oder mit abgerundetem bis keilförmigem Grunde sitzend.Stengel mehrköpfig. Südsteiermark, Kärnten, Krain; ausserdem gelegentlich verwildert , T. speciosa nr. 448.

448. Telekia speciosa (Schreb.) Baumg. (= T. oväta C. Koch, = Buphthalmumspeciosum Schreb., = B. cordifölium Waldst. et Kit., = Molpädia suaveolens Cass.,= Inula Caucäsica Pers., = Inula macrophylla Bieb., = Corvisärtia Caucasica Don.).Sieben bürgische Telekia. Fig. 248 und Fig. 249 c, d.Pflanze stattlich (Tracht von Inula Helenium), 90 bis 200 cm hoch, ausdauernd. Wurzel-stock walzenförmig, knotig, schief. Stengel aufrecht, kräftig, oberwärts traubig-ästig, kurzhaarig-flaumig, oft braunrot. Laubblätter sehr gross, oberseits fast kahl, unterseits fein flaumig,

') Benannt nach Samuel Graf Teleki de Szek, einem Gönner von Baumgarten.