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Tafel 263.
Erklärung der Figuren.
Fig. 1. Buphthalmum salicifolium(pa.g. 490). Habitus.
„ 1 a. Hüllblatt.
„ 1 b. Anthere.
„ 1 c. Frucht einer Scheibenblüte.
„ 1 d. Frucht einer Randblüte.
„ 2. Bidens cernuus (nr. 463). Habitus.
„ 2 a. Inneres Hüllblatt.
„ 2 b. Scheibenblüte.
„ 2 c. Begrannte Frucht.
„ 3. Anthemis tinctoria (nr. 468). Habitus.
„ 3 a. Röhrenblüte.
Fig. 3b. Hüllblatt.
„ 3 c. Frucht.
„ 3 d. Blütenboden (längs durchschnitten).
„ 4. Anthemis arvensis L. (nr. 473). Habitus.
„ 4 a. Röhrenblüte.
„ 4b. Hüllblatt.
„ 5. Tanacetum vulgare. Habitus.
„ 5 a. Zwitterblüte.
„ 5 b. Weibliche Blüte.
„ 5 c. Frucht.
napfförmig. Hüllschuppen dachig angeordnet, gleichlang, krautig, eilanzettlich, lang zu-gespitzt, angedrückt seidenhaarig. Blüten dottergelb. Zungenblüten 2 bis 3 mm breit,an der Spitze gezähnelt, 2 bis 3mal so lang als die Hülle. Früchte kahl; die innerenstielrund, 3 bis 4 mm lang und 1,5 bis 2 mm breit, die randständigen geflügelt-dreikantig,4 mm lang, Pappus in Form eines häutigen, gezähnten Krönchens (Taf. 263, Fig. 1 cund ld). — VI bis IX.
In lichten Wäldern, Auen, an buschigen, steinigen Stellen, auf steilen Grashängen,Schutthalden, an Waldrändern, an sonnigen Felsen, in Holzschlägen, auf Heidewiesen, aufFlachmooren; verbreitet im Gebiete der Alpen, zerstreut in Süddeutschland und in denAusläufern des böhmisch-mährischen Gebirges. Besonders auf Kalkboden; hier stellenweisesehr häufig bis in die Krummholzregion (in Bayern bis 2040 m, in der Schweiz bis ca.1700 m, in Tirol bis 1920 m) hinaufsteigend.
In Deutschland im Elsass im Sundgau, auf den Kalkvorbergen der Vogesen, sowie auf den Rhein-wiesen zwischen Markolsheim, lllhäusern und Ehrstein, in Baden auf dem Kaiserstuhl zwischen Breisach unddem Fohrenberg, bei Ihringen, in der Rheinebene bei Istein, Rheinweiler, Helmlingen, Rust, Faule Waag undKnielingen, im Bodenseegebiet, in Württemberg am Hohentwiel auf der Schwäbischen Alb (verbreitet), imNeckarland (KLünzelsau, Niedernhall, Pleidelsheim, Oberschwandorf, Hauen), sowie bei Laimau im OberamtTettnang, in Bayern verbreitet im Gebiet der Alpen (bis 2040 m), der Hochebene, und des Fränkischen Jura,vereinzelt auch im nördlichen Teil im Keupergebiet bei Rothenburg, Weidnitz, auf Muschelkalk bei Retzbach,Retzstadt, Thüngersheim, Volkach, Gerbrunn, Veitshöchheim, sowie auf Buntsandstein bei Gemünden. Früherangeblich auch in Thüringen bei Römhild und bei Saalfeld. Adventiv bei Ludwigshafen in der Rheinpfalz. InOesterreich verbreitet im ganzen Alpengebiet (in den Zentralalpen allerdings selten und fast nur auf Kalk;fehlt der Adamello- und Ortlergruppe gänzlich), nördlich bis an die Donau und bis in den Wiener Wald,verbreitet im Karst, ferner in Niederösterreich nördlich der Donau in der Wachau und im Hügelland desViertels unter dem Mannhardsberge, in Oberösterreich bei Linz, in Mähren im Thayatale zwischen Hardeggund Zaisa sowie in Böhmen bei Smiritz. In der Schweiz sowohl in den Alpen als im Jura und auf derHochebene verbreitet, im Wallis jedoch nur im westlichsten Teile auf Kalk.
Allgemeine Verbreitung: Belgien, Frankreich, Alpenkette, Jura, Südwest-deutschland, Südrand der böhmisch-mährischen Gebirge, Westkarpaten, Karst, nördlicherApennin, Illyrische Gebirge.
Aendert nur wenig ab: f. succisaef ölium (Brittinger) (== Buphthalmum succisaefolium Rchb.).Stengel bis hoch hinauf beblättert; das oberste Stengelblatt das Köpfchen meist überragend. Stengelblätterentfernt knorpelig-gezähnt. — f. alpicolum Beck. Laubblätter ziemlich lang abstehend steifhaarig, deutlichentfernt gezähnt; die unteren länglich-lanzettlich, spitz. Köpfe gross (Voralpen). — f. cälvius Vollmann.Laubblätter oberseits haarlos oder wenig behaart, unterseits kurzhaarig. — Eine ab und zu zu beobachtendeMissbildung ist f. polyglöttis Beck. Alle Blüten zungenförmig.
Buphthalmum ist von allen Gattungen der Unterfamilie der Liguliflorae durch den fehlenden Milch-saft (und mit Ausnahme von Hypochoeris) durch die Spreublätter des Blütenbodens sofort zu unterscheiden.