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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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ständige Köpfchen kürzer gestielt). Hüllschuppen linealisch, mehrreihig, ungleichlang, kurzzugespitzt, krautig, an der Spitze abstehend, wollig behaart (Fig. 246 b). Blüten hellgelb.Zungenblüten schmal, aufrecht, etwa 0,6 mm breit, so lang oder nur wenig länger als dieHülle, mitunter ganz fehlend. Früchte 1,5mm lang, behaart, solang wie der Pappus. AeussereReihe des Pappus ein borstig-geschlitztes Krönchen bildend (Fig. 246 d). VII bis IX.Zerstreut und meist gesellig an feuchten und überschwemmten Stellen, an Dorf-strassen, Pfützen, in Gräben, an Teichen, an schlammigen Altwässern, auf nassen Dorfangern,Mooren; vornehmlich in der Ebene und entlang der grösseren Flüsse.

In Deutschland ziemlich verbreitet und meist häufig; fehlt dem Bodenseegebiet, im Schwarzwaldund auf der Schwäbischen Alb. In O esterreich nur nördlich der Donau verbreitet, im Alpengebiet ziemlichselten, so in Tirol (sehr zerstreut im Süden in den Etschauen bei Untermais nächst Meran, Bozen, Bondone,Val Vestino, Eichholz, Gardasee?), in Kärnten (einzig bei Klagenfurt und am Wörthersee), in Steiermark der Murentlang von Graz abwärts und an der Drau), in Salzburg (ganz fehlend). In der Schweiz nur im westlichenGebiete und im Tessin.

Allgemeine Verbreitung: Südschweden, Dänemark, England, Niederlande,Belgien, Frankreich, Schweiz, Deutschland, Oesterreich-Ungarn, Mittel- und Südrussland,Sardinien, Korsika, Apenninen- und Balkanhalbinsel; Kaukasus, Transkaukasien, Kleinasien,Sibirien, Persien, westlicher Himalaya; Nordafrika, Abessinien.

Pulicaria vulgaris wächst gern an Teichrändern und schlammigen Flussufern, oft in Gesellschaft vonPotentilla supina und Mentha Pulegium. Wie P. dysenterica stand auch diese Art früher als Herba Puli-cäriae sive Conyzae minöris in ärztlichem Gebrauch.

DCCXXXXII. Carp6sium 1 ) L.

Kragenblume.

Die Gattung umfasst 18 Arten, diein Südeuropa, im gemässigten und subtropischenAsien zu Hause sind. In Europa ausserC. cernuum L. einzig noch das durch blatt-achselständige Köpfe ausgezeichnete C. abro-tanoides L.; letztere Art schon im öster-reichischen Küstenlande, besonders in Friaul.Bei Ludwigshafen in der Rheinpfalz adventiv.

446.Carpesium cernuumL.Ueber-

hängende Kragenblume. Ital.:Capochino. Fig. 247-

Pflanze 20 bis 80 cm hoch,ein- bis zweijährig. Wurzel spindel-förmig, ästig. Stengel aufrecht, ober-wärts traubig-ästig, sparrig, kurzweichhaarig bis zottig. Laubblätterwechselständig, oberseits fast kahl,unterseits behaart, rhombisch-eiförmigbis eilänglich, spitz, gezähnt; die un-teren in einen kurzen Stiel zugeschweift,die oberen mit keilig-verschmälerterBasis sitzend. Köpfe 1,5 bis 2,5 cmbreit, an den Aesten einzeln endständig,

Fig. 247. Carpesium cernuum L. a t a\ Habitus, b Frucht, c Blüte.

*) Vom griech. xciqjieolov [Karpesion] = Strohhalm; wegen der strohartigen Pappusborsten.