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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
Entstehung
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488
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Köpfe 15 bis 30 mm breit, zahlreich (etwa 7) in einer lockeren Doldentraube. Hüllehalbkugelig, H/2 cm lang, reichlich behaart. Hüllschuppen lineal, lang zugespitzt, an derSpitze fast fädlich, krautig, reichlich behaart. Blüten goldgelb (ca. 600 Scheiben- undetwa 100 Randblüten). Zungenblüten ausgebreitet, fast 1 mm breit, fast doppelt so langals die Hülle. Früchte behaart, 1,5 mm lang, kürzer als der Pappus. Aeusserer Pappuskrönchenartig-gekerbt. VII bis IX.

An feuchten Waldstellen, in moorigen Gräben, auf feuchten Viehweiden, Mooren,auf Gänseangern, in Auenwäldern, an Ufern, Tümpeln, Quellen, um Kohlenmeilern, anDorfstrassen, gern auf salzhaltigem Boden; von der Ebene bis in die Alpentäler (in Bayern bis780 m, im Wallis bis 1150 m) verbreitet, fehlt jedoch in Posen, Westpreussen (hier einzig beiSchwetz; früher Westerplatte bei Weichselmünde; in Neufahrwasser und am toten Weichsel-arm wohl eingeschleppt!), Ostpreussen und Schlesien (bei Niesky verwildert), ebenso inBöhmen.

Allgemeine Verbreitung: Irland, Grossbritannien, Niederlande, Belgien, Frank-reich, Deutschland, Dänemark, Oesterreich-Ungarn, Mittel- und Südrussland, Pyrenäen-,Apenninen- und Balkanhalbinsel; Armenien, Kaukasien; Nordafrika.

Die Pflanze ähnelt in ihrer Tracht der Inula Britannica (pag. 483), ist von dieser jedoch durch diemeist viel zahlreicheren und kleineren Köpfe, durch kürzere Strahlblüten, die unterseits graufilzigen Laubblätterund durch den doppelten Pappus leicht zu unterscheiden. Das Kraut besitzt einen scharfen, gewürzhaftenGeschmack und einen unangenehmen, aromatischen Geruch. Die Pflanze wurde früher besonders bei Darm-leiden (als Herba [Radix Arnicae] Suedensis vel Conyzae mediae) arzneilich benutzt. Zur Verfälschungder Arnica-Wurzel wurde die Pflanze früher auch gegraben. In Westfalen erscheint diese Art auf überschwemmten

Triften in manchen Jahren massenhaft in Zwergexem-plaren von 2 bis 5 cm Höhe mit einfachem und ein-köpfigem Stengel. In Südeuropa (bereits in Istrien)kommt die Unterart var. microcephala Boiss. (= P.uliginösa Stev.) vor. Stengel vom Grunde an ästig. Aestewagrecht abstehend, kurzhaarig. Köpfchen kleiner, 1bis 2 (selten 3 bis 4).

445. Pulicaria vulgaris Gaertner (= InulaPulicaria L., = I. cylindrica With., = I. uli-ginösa Sibth., = Aster pulicärius Scop., = Asterdysentericus Bluff et Fing., = Inula prosträtaGilib., = Pulicaria prosträta Aschers., = Puli-caria Pulicaria Ascherson und Graebner).Kleines Flohkraut, Christinchenkraut.Fig. 246.

Pflanze 7 bis 45 cm hoch, einjährig.Wurzel spindelförmig, ästig. Stengel aufrechtoder aufsteigend, von der Mitte oder schonvom Grunde an trugdoldig ästig, + wolligbehaart bis zottig. Laubblätter wollig drüsig-behaart bis fast kahl, länglich oder eiförmig,spitz, am Rande wellig, ganzrandig oder ge-zähnelt; die unteren mit fast stielartig ver-schmälertem, die oberen mit abgerundetemGrunde sitzend. Köpfchen unansehnlich, etwa1 cm breit, halbkugelig, zahlreich, in arm-köpfigen, lockeren Trugdolden (das end-

Fig. 246. P uGrösse).

lic aria vulgaris Gaertner. a Habitus ( 2 /s natürl.b Hallblatt, c Zungenblüte, d Röhrenblüte.