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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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483
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zurückgekrümmt; die unteren sehr stumpf, 9 bis 17 (meist 12) mm breit. Stengel kräftig, meist 1-köpfig.f. rotundifölia Beck (= var. pygmEba Schlosser). Laubblätter eiförmig, bogig-zurückgekrümmt, selten ab-stehend, oberseits fast kahl, 9 bis 30 mm breit. Stengel oft sehr niedrig, stets 1-köpfig (Südtirol, Kärnten[Presseggen], Istrien, in annähernden Formen auch in Niederösterreich).

Inula hirta schmeckt aromatisch und wird von Schafen und Ziegen gefressen. Die Pflanzen könnenmit stark behaarten Exemplaren von I. Britannica verwechselt werden, von welcher Art sich J. hirta aber sehrleicht durch die steif abstehende Behaarung der Stengel und Laubblätter, durch die steiferen Laubblätter, dieunterseits ein stark hervortretendes Adernetz aufweisen, durch die starren, kürzer zugespitzten, borstig-bewimperten Hüllblätter, durch die langen Strahlblüten und die kahlen Früchte unterscheidet.

440. Inula ensifölia 1 ) L. (= Aster ensifolius Scop., = Inula angustifölia und I. linifolia

Wenderoth). S ch wert- Alant. Fig. 244e bis k.

Pflanze 7 bis 60 cm hoch, ausdauernd. Wurzelstock stielrund, kriechend, ästig.Stengel aufrecht oder aufsteigend, fast stets einfach einköpfig, kahl, nur unter dem Köpfchenzuweilen weiss - wollig, dicht beblättert. Laubblätter lineal-lanzettlich, 2 bis 7 mm breit,mit meist 5, untereinander + parallelen Nerven (d. h. die Seitennerven mit dem Mittelnerv+ parallel verlaufend), spitz, mit verschmälertem Grunde sitzend, am Rande gewimpert,sonst kahl, dunkelgrün, glänzend, etwas steif. Köpfchen 2,5 bis 5,5 cm breit, meist einzelnendständig, selten mehrere bis viele. Hülle halbkugelig. Hüllschuppen mehrreihig, regel-mässig dachig angeordnet, nach innen an Länge gleichmässig zunehmend (Fig. 244 h bis k),lederig; die äusseren mit blattartiger, dreieckig-lanzettlicher, parallelnerviger, gewimperter,aufrechter Spitze, die inneren trockenhäutig, lineal. Blüten goldgelb. Zungenblüten zahl-reich, kaum 1 mm breit (Fig. 244 g), etwa doppelt so lang wie die Hülle. Früchte 3 mmlang, kahl (Fig. 244 g). VII, VIII.

An sonnigen, grasigen Abhängen, an buschigen Stellen. In Deutschland einzigim Moos bei Deggendorf in Bayern (neuerdings vergeblich gesucht). Ziemlich verbreitetin Oesterreich. In der Schweiz gänzlich fehlend.

Fehlt in Oesterreich in Böhmen, Schlesien und Salzburg gänzlich. In Mähren bei Nikolsburg,Znaim, im Thayatale bei Seelowitz, Nusslau und auf dem Hadiberge bei Brunn, bei Klobouk, Ungarisch-Hradisch, Derfl, Aujezd, Prusinowitz, Dobrotitz bei Hollschau. In Niederösterreich im Hügellande des Viertelsunter dem Mannhartsberge, bei Hardegg, in der Wachau, auf dem Bisamberge bei Wien, am Ostabhang desWiener Waldes von Wien bis Neunkirchen, im Leithagebirge; in Oberösterreich an der Donau zwischen Greinund Sarmingstein bis gegen Waldhausen; in Steiermark nur im Süden bei Neuhaus, Cilli, Tüffer, Steinbrück,Trifail; in Kärnten in der Kotlaschlucht bei Unterloibl; in Krain im Saretal bei Sagor, Trifail und im Karst-gebiete; in Tirol nur im äussersten Süden bei Storo, Bondone, Cingol rosso, im Val Vestino, am Wege vonTurano nach Bondone, bei Toblino, an den Hängen der Scanuppia, bei Caldonazzo, Ospedaletto, Tezze, Drö,Riva, Besenello, Lavini di S. Marco, Vallarsa.

Allgemeine Verbreitung: Oesterreich-Ungarn, Mittel- und Südrussland, Ober-Italien, nördliche Balkanhalbinsel; Kaukasien.

Aendert wenig ab: f. pinifölia Beck. Stengel niedrig, 7 bis 17 cm hoch, 1- bis 2-köpfig. Laub-blätter sehr schmal, 2 bis 3 mm breit, oft eingerollt oder zurückgekrümmt, 3- bis 4-nervig. Köpfchen 25 bis30 mm breit. Hülle oft kahl. f. lancifölia Beck. Stengel 20 bis 60 cm hoch, oft mehrköpfig. Laub-blätter breiter, 4 bis 7 rnm breit, aufrecht oder gekrümmt, mit 5 Nerven. Köpfchen 30 bis 55 mm breit.f. latif ölia Schur. Stengel 40 bis 60 cm hoch, mehrköpfig, oft ästig. Laubblätter lanzettlich, 8 bis 10 mmbreit, aufrecht abstehend, mit 5 bis 7 Nerven. f. polycephala Hegi (ined.). Pflanze 20 bis 30 cm hoch,im oberen Teile ästig, vielköpfig (9 bis 12 Köpfe). Laubblätter 3 bis 4 mm breit (Südtirol: Riva).

441. Inula Britannica 2 ) L. (= Aster Britannicus All., = Conyza Britannica Morison).

Wiesen-Alant. Ital.: Erba da gambe, laurentiana. Fig. 245a bis f.

Die Pflanze wird mancherorts (z.B. in Anhalt, Schlesien, Böhmen, Mähren) fälschlich alsArnika"benannt und gesammelt.

') Vom lat. ensis = Schwert und fölium = Blatt; nach der Gestalt der Laubblätter.2 ) Herba Britannica ist bei Plinius der Name einer an der deutschen Nordseeküste vorkommendenPflanze. Hierauf dürfte sich der Name dieser in England nicht vorkommenden Pflanze beziehen.

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