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InOesterreich in Südtirol im Gebiet des Gardasees, bei Riva, Torbole, San Pietro, am Fuss des MonteBaldo, bei Ravazzone, Lavini di Marco, Loppio, Chincole, Toblino (hier 1847 von Facchini entdeckt);ferner im südlichsten Krain und im Küstenlande. In der Schweiz einzig im Tessin bei Gandria am Luganer See.
Allgemeine Verbreitung: West- und Südfrankreich (nördlich bis Narbonne-Dijon), Spanien, Ober- und Mittel-Italien, Tessin, Südtirol, Krain, Oesterreichisches Küsten-land, Kroatien, Dalmatien.
Der aus der Pflanze ausgepresste und zu Syrupdicke eingekochte Saft wird im österreichischen Küsten-lande, besonders im Gebiet von Görz, als Volksmittel bei der Wundbehandlung und gegen Schlangenbiss verwendet.
439. Inula hfrta L. (= Äster hirtus Scop., = Inula montana Pollich nee L., = Puli-cäria hirta Presl, = Inula hirsüta Suffr., = I. involucrata Kaleniczenko). Rauher Alant.
Tai 262, Fig. 2.
Pflanze 10 bis 50 cm hoch, ausdauernd. Wurzelstock stielrund, ästig, kriechend.Stengel aufrecht, 1- bis 3- (5-) köpf ig, steifhaarig. Laubblätter beiderseits + rauhhaarig bis fastkahl, hervortretend netzaderig, eiförmig-länglich bis länglich, stumpf oder schwach zugespitzt,ganzrandig oder entfernt gezähnelt; die unteren gegen den Grund zu allmählich verschmälert,die mittleren und oberen mit abgerundetem Grunde sitzend. Köpfe einzeln, endständig,seltener in einer 2- bis 3- köpfigen Doldentraube, 2 bis 5,5 cm breit. Plülle fast halbkugelig.Hüllschuppen ungefähr zweireihig, nicht regelmässig dachig; die äusseren nur am Grundelederig, mit eilanzettlicher bis lanzettlicher, 1,5 bis 2 mm breiter, grüner, blattartiger,spitzer, steifhaariger Spitze, die inneren lanzettlich bis lineal, trockenhäutig oder krautig,steifhaarig. Blüten goldgelb. Zungenblüten etwa 1 mm breit und 2 bis 2 1 ß mal so lang alsdie Hülle. Früchte 2 mm lang, kahl. ■— VI bis X.
Auf trockenen Wiesen, an buschigen, felsigen Abhängen, sonnigen Lehnen, Hügeln,auf der Karstheide, in lichten Wäldern, Schonungen; in der Ebene und in der montanenStufe (in Tirol am Ritten bei Bozen bis 1330 m aufsteigend). Besonders auf Kalkboden.Fehlt im nordwestdeutschen Flachlande.
In Deutschland zerstreut im Elsass (Haardt- und Kastenwald, im Kreis Kolmar, Winzenheim, Alt-kirch), in Baden (Kriegertal bei Engen, Randen, Steige bei Bronnen, am Kaiserstuhl, bei Grünsfeld, Buchen,Wenkheim, Gerlachsheim, Wertheim), in Württemberg (zerstreut im Unterland und auf der Alb; Mergentheim,Igersheim, Schäftersheim, Poltringen-Wendelsheim, Hirschau, Tübingen, Talheim, Rossberg, am Lichtenstein,Holzelfingen, Grafeneck, an der Teck, Aufhausen, Beimerstetten, Rechberg, auf dem Kalten Feld, Heidenheim, beiUlm auf einem Eisenbahndamm), in Hohenzollern (am Zellerhorn, Hohenzollern, Beuron), in Bayern ziemlich verbreitet(fehlt den Alpen, dem Bayer. Wald, Fichtelgebirge vollständig; auf der Hochebene aufwärts bis Pähl, Tutzing[Ilkahöhe], Wilzhofen, Grünwald), in der Rheinpfalz, in Hessen (im Nahetal aufwärts bei Münster a. St.), ziemlichhäufig in Thüringen (besonders im Muschelkalkgebiet, um Halle a. S. [bei Mittelholz ausgerottet], Bienitz beiLeipzig, westlich bis Wittenberg [Appollensberg]), in Sachsen, bis Aschersleben (Saures Holz), Stassfurt(am Tannen-busch bei Hohen-Erxleben), Bibra, Rossleben, Wendelstein, Rosstrappe im Unterharz, Holzberg bei OldendorfWindehäuser Holz im Regierungsbezirk Hildesheim, in Brandenburg westlich bei Trettin, Frankfurt a. O., Anger-münde (Hellberge bei Krussow) und Liebenau (Flusswerder am Packlitzsee), in Schlesien (vereinzelt im Hügel-,land und im niederen Vorgebirge, bei Liegnitz, Jauer, Trebnitz, Georgenberg und Beerberg bei Striegau, Zob-tenberg, Gnadenfrei, am Lehmberg bei Strehlen, Leobschütz, Gnadenfeld, Katscher, Tarnowitz), in Pommern(Eichberge bei Hohen-Selchow bei Garz an der Oder), ziemlich verbreitet in Ost-und Westpreussen, sowie inPosen. Fehlt am Niederrhein (am Rheinufer 1908 oberhalb Bonn angeschwemmt; im folgenden Jahre ver-schwunden), in Lothringen, in Westfalen, Oldenburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg gänzlich, in Hannoversehr selten. In Oesterreich verbreitet, doch nirgends im Innern der Alpen und in Salzburg ganz fehlend.In der Schweiz nur im südlichen Tessin; nördlich der Alpen vereinzelt am Weiacherberg und am Risibuckbei Eglisau im Kanton Zürich, sowie am Kapf bei Thayingen und Mühletal bei Schaffhausen (Dr. Hegi).
Allgem eine Verbr eitung: Deutschland, Belgien, Frankreich, Schweiz, Oester-reich-Ungarn, Mittel- und Südrussland, ganz Südeuropa; Kaukasien, Sibirien, Dahurien.
Aendert wenig ab: f. oblongifölia Beck (=: var. Baumgarteniäna Schur, = var. angustätaBorb., = var. uniflöra Spenner, = I. melanolepfdea Kaleniczenko). Laubblätter länglich oder lanzettlich, selten