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Fig. 243. Inula salicina L. Phot. Dr. K.. Magnus, Braunschweig-Zürich.
Pflanze 25 bis 80 cm hoch, ausdauernd. Wurzelstock ästig, kriechend. Stengelaufrecht, steif, zerbrechlich, einköpfig oder doldentraubig-mehrköpfig, kahl oder untenschwach behaart, reichlich beblättert. Laubblätter meist wagrecht abstehend, derb, kahloder am Rande und unterseits an den Nerven etwas kurzhaarig, glänzend dunkelgrün,unterseits erhaben netzaderig, länglich-lanzettlich, mit herzförmig-geöhrter Basis halb-stengelumfassend sitzend, ganzrandig oder schwach gezähnelt, spitz. Köpfe 2,5 bis 3(5) cm
breit, in einer wenig-blütigen, lockeren, end-ständigen Doldentraubestehend, seltener einzeln,endständig. Hülle fasthalbkugelig. Hüllschup-pen regelmässig dachigangeordnet, nach innenzu gleichmässig an Längezunehmend, lederig mitkrautiger, eilanzettlicher,zugespitzter, etwas ab-stehender Spitze, amRande bewimpert; dieinnersten lineal, lederig-trockenhäutig. Blütengoldgelb; die Zungen-blüten schmal-lineal, 1mmbreit, mehr als doppelt so lang als die Hülle. Früchte 1,5 mm lang, schwach gerippt,kahl. — VI bis X.
Ziemlich verbreitet an buschigen Abhängen, auf sonnigen Hügeln, trockenen Triften,Gesteinsschutt, an Waldrändern, aber auch auf Sumpfwiesen, an Ufern, in Wiesen-, Gehänge-und Waldmooren (Molinietum), in Auen, im Röhricht, in Holzschlägen usw. Nur im Tief-land und in der Bergregion; am Ritten bei Bozen bis 1360 m ansteigend. Fehlt in dernordwestdeutschen Ebene fast gänzlich. Zuweilen in grosser Menge.
In Deutschland ziemlich verbreitet, fehlt aber in der nordwestdeutschen Tiefebene (aber noch beiHöpen, bei Harburg und bei Overbeck nächst Laban); in den bayerischen Alpentälern bis 600 m Höhe. InOesterreich in Böhmen, Mähren und Schlesien ziemlich verbreitet, ebenso in Ober- und Niederösterreich:im Inneren der Alpen jedoch zumeist ganz fehlend oder selten, so in Salzburg einzig um Salzburg und Henn-dorf, in Steiermark nördlich nur bis Graz, in Kärnten einzig bei St. Paul im Lavanttale, in Tirol fast nurim Süden (bei Mils im Inntal wahrscheinlich eingeschleppt!), häufig jedoch in Vorarlberg. In der Schweizverbreitet, jedoch kaum über 900 m Höhe steigend.
Allgemeine Verbreitung: Skandinavien (bis 62° 42' nördl. Breite), Südwest-Belgien, Frankreich, Britannien, Schweiz, Deutschland, Oesterreich-Ungarn, Mittel- undSüdrussland, Spanien, Portugal, Sardinien, Apenninen-Halbinsel, nördliche Balkanhalbinsel;Kaukasien, Armenien, Libanon.
Aendert wenig ab: var. subhi'rta C.A.Meyer. Stengel sowie die Laubblätter unterseits an denNerven kurzhaarig (Selten). — Exemplare, denen der Hauptstengel abgemäht wurde und die nun an der Basisblühende Sprosse mit kleineren Blättern und Köpfen treiben, entsprechen der f. serötina Beck.
Inula salicina, welche Pflanze leicht mit Buphthalmum salicifolium verwechselt werden kann (Köpfebei Buphthalmum jedoch mit Spreublättern!) erscheint in recht verschiedenartigen Associationen. Auf denRietwiesen und Wiesenmooren bedeckt sie oft grössere Flächen (bis 36%) ganz allein, so dass diese zur Zeitder Blüte im Hochsommer schon aus der Ferne erkennbar sind. Als Begleitpflanzen kommen daselbst in Betracht:Molinia caerulea (Bd. I, pag. 2/"6), Carex panicea, Schoenus ferrugineus, Vicia Cracca, Lathyrus pratensis,