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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
Entstehung
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455
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einzeln. Blütenknäuel an den Zweigen end- und seitenständig sitzend, von den Laub-blättern weit überragt. Hülle stumpf 5-kantig; äussere Hüllschuppen dreieckig, spitz, amGrunde wollig-filzig, gegen die Spitze zu trockenhäutig, kahl; die inneren doppelt so lang,lanzettlich, spitz, trockenhäutig, gelblich, glänzend. Nurdie inneren Hüllschuppen die randständigen Blüten stützendund schliesslich umhüllend, gefalzt und am Grunde deutlichausgesackt. Früchte 0,5 mm lang, mit dicken, glashellenWarzen besetzt. Alle Früchte mit mehrreihigem Pappus.--VI bis VIII.

Selten und zerstreut auf Aeckern (nach der Ernte),Brachen, trockenen Grasplätzen, an Wegrändern, aufHeiden. Nur in Südwestdeutschland und in derSchweiz; inOesterreich ursprünglich nur im Küsten-lande einheimisch, sonst selten verschleppt.

In Deutschland im Südwesten bei Alt-Pfirt, Hirzbach, inder Rheinebene (zerstreut von Grenzach bis Rastatt, Daxlanden), beiBitsch, Metz, im Primstale bei Dillingen, bei Meisenheim, an der Glan,bei Saarbrücken, Schwalbach bei Saarlouis, in Rheinhessen, in der vorderenPfalz bei Dannstadt, Rödersheim, Kaiserslautern, Zweibrücken, in derWertheimer Gegend am Main, bei Buchen (früher von Kittel auch fürStockstadt, Kahl, Dettingen, Kleinostheim angegeben I). Sonst hie undda adventiv (früher bei Münster i. W. und Ruttersdorf bei Jena). InOesterreich nur im Küstenlande; adventiv auch in Böhmen(Schluckenau, Franzensbad) und Mähren (Iglau: Schwimmschule). InderSchweiz in der Waadt und im Jura (auch um Basel); fürdasTessinnach Chenevard fraglich. Sonst wohl nur adventiv.

Allgemeine Verbreitung: England, Nieder-lande, Belgien, Südwestdeutschland, westliche Schweiz;ganz Südeuropa; Nordafrika, Kleinasien. Eingeschlepptin Nordamerika und in Chile.

Von Bastarden wird einzig ein solcher zwischen Filago arvensis Pers. und F. Germanica L.( = F. mfxta Holuby) aus Mähren (Läsky bei Wsetin) und Thüringen (Tröbsdorf bei Weimar 1879 zwischenSüssenborn und Ampferstedt 1895) erwähnt (vgl. hierüber Haussknecht in Thüring. Botan. Ver. VIII, pag. 27).

__ Vielleicht stellt auch F. neglecta DC. (= Gnaphalium neglectum Soy.-Will.) aus Lothringen und aus

der Pfalz (Rödersheim), welche Pflanze F. Gallica nahe steht, einen Bastard dar und zwar zwischen Filago GallicaL. und Gnaphalium uliginosum L.

DCCXXXVI. Antennäria 1 ) Gaertner. Katzenpfötchen.Ausdauernde, + krautige, filzig behaarte Pflanzen. Laubblätter ungeteilt, lanzettlichbis spatelig. Köpfchen ziemlich mittelgross, doldig oder kopfig gehäuft, halbkugelig biswalzlich. Hüllschuppen dicht dachig (Fig. 228 e, g); die inneren trockenhäutig, weiss oder ge-färbt. Blüten polygam-zweihäusig; die einen Pflanzen rein weiblich mit dünnröhrigen, fastfädlichen Blüten (Fig. 228h), deren Pappus aus mehreren Reihen von einfachen, elastischen,am Grunde verbundenen Haaren besteht; die anderen Pflanzen polygam-männlich mit ±unfruchtbaren, röhrigen, 5-zähnigen Zwitterblüten (Fig. 228 f), deren Pappus aus wenigenan der Spitze federig-pinselförmigen, daher scheinbar keulig - verdickten Haaren besteht.Blütenboden nackt. Frucht stielrund.

Die Gattung umfasst etwa 15 Arten, von denen eine (A. alpina Gaertner) zirkumpolar, die zweite(A. Carpatica Bluff, et Fingerh.) arktisch-alpin, die dritte (A. dio eca Gaertner) fast über die ganze nördlicheHemisphäre verbreitet ist. Die übrigen Arten sind in den Gebirgen von Asien, Amerika und Australien zu Hause.

') Lat. antenna = Fühler, alsoFühlerblume". Der Pappus der Zwitterblüten ist am Ende keulen-förmig verdickt (Fig. 228 f) wie die Fühler der Tagfalter.