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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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westdeutschen Flachland fast fehlend; mit Vorliebe auf kalkarmem Boden, zuweilenunbeständig (in den Kantonen Zürich und Thurgau erloschen).

Allgemeine Verbreitung: Süd- und Mitteleuropa (nordwärts bis 62° n. Br.);Kaukasien, Armenien, Kleinasien, Persien, südwestliches Sibirien, Turkestan, Mesopotamien;Kanarische Inseln.

Aendert wenig ab: f. sub Simplex Rouy. Stengel einfach oder mit wenigen kurzen, fast ange-drückten Aesten. Blütenknäuel alle gegen die Spitze des Stengels oder der Aeste hin zusammengedrängt (Bayern:Grossprüfening).

421. FilagO minima (Sm.) Pers. (= Gnaphälium montänum L., = G. minimum L.,= Filago montana L., = Oglifa minima Rchb., = Xerötium montänum Bluff et Fingerh.,

= X. minimum Bluff et Fingerh.). Berg-Fadenkraut. Taf. 260, Fig. 6.

Pflanze einjährig, 2,5 bis 15 (30) cm hoch. Wurzel spindelförmig. Stengel einzelnoder mehrere, aufrecht oder aufsteigend, über der Mitte unregelmässig gabelspaltig-trug-.doldig verästelt, angedrückt filzig. Laubblätter zahlreich, klein, oft kaum 1 cm lang, lineal-lanzettlich, ganzrandig, spitz, beiderseits (unterseits dichter) angedrückt graufilzig, fastseidig. Köpfchen 3 mm lang, zu 3 bis 6 geknäuelt oder an den obersten Zweigen selbsteinzeln, an den aufrecht abstehenden Zweigen end- und seitenständig sitzend, kürzer alsdie oberen Laubblätter. Hüllschuppen 5-reihig, oft regelmässig dachig, stumpf (ohne haar-förmige Spitze), zur Fruchtzeit strahlig ausgebreitet; die äusseren dicht filzig, eiförmig, dieinneren an der Spitze kahl, trockenhäutig, strohartig glänzend, an der Spitze gelblich,gekielt (Taf. 260, Fig. 6a). Blüten sehr klein, gelblich; nur die äussersten weiblichenRandblüten in der Achsel der innersten Hüllschuppen stehend und von diesen umhüllt.Früchte 0,5 mm, rauh; die inneren mit mehrreihigem, sehr hinfälligem Pappus.VI bis VIII.

Auf trockenen, sonnigen Grasplätzen, Viehweiden, sandigen Aeckern, dürren Rainen,in trockenen, lichten Wäldern, Mooren, in Holzschlägen, auf der grauen Düne, von derEbene bis in die Voralpen (im Puschlav bis 1300 m); zerstreut und meist sehr gesellig (zu-weilen zusammen mit F. arvensis). Mit Vorliebe auf kalkfreiem Boden. In den Alpen-gebieten fast fehlend (im Wallis einzig bei Branson und Martigny), ebenso auf der oberenbayerischen Hochebene, in Vorarlberg und in Nordtirol. In Zürich (ca. 1840 in Nord-zürich mehrfach) erloschen. Fehlt auch stellenweise in Westfalen.

Allgem eine Verbreitung: Südliches Skandinavien (nordwärts bis Mandal undKragerö), Dänemark, Grossbritannien, Niederlande, Belgien, Frankreich, Deutschland,Schweiz, Oesterreich-Ungarn, Oberitalien, Rumänien, Bulgarien, Serbien, Nord- und Mittel-russland; Sibirien (östlich bis zum Baikalsee).

Filago minima zeigt folgende Formen: f. ere'ctum Beckm. Stengel aufrecht, oberwärts spärlichästig. f. intermedium Beckm. Stengel aufrecht, vom Grunde an reich ästig. f. caespitösumBeckm. Stengel liegend, reich ästig, dichte Rasen bildend. f. polycephala Caspary. Köpfe zweiterOrdnung aus 10 und mehr Köpfen gebildet (Westpreussen).

422. Filago Gällica L. (= Gnaphälium Gallicum L., = Logfia subulata Cass., = LogfiaGallica Cosson, = Filago tenuifolia Presl). Französisches Fadenkraut. Fig. 230b, c.

Pflanze einjährig, 6 bis 15 (25) cm hoch. Wurzel spindelförmig, ästig. Stengeleinzeln oder mehrere, oberwärts gabelig-ästig, angedrückt dünnseidig-graufilzig. Laub-blätter lineal-pfriemlich, kaum 1 mm breit und bis über 2 cm lang, ganzrandig, spitz,einnervig, oberseits schwächer, unterseits dichter grauseidig-filzig. Köpfchen 4 mm lang,kegelig, zu 2 bis 5 in von den Tragblättern durchsetzte Knäuel vereinigt oder zum Teil