Zweibrücken) und im nördlichen Bayern (Dürrn bei Breitenbrunn [ob eingebürgert?], Gnadenberg, Burkers-dorf), ferner bei Kosen, Merseburg. In Württemberg anscheinend fehlend. In Oesterreich nur in Südtirol(um Trient, Rovreit [Rovereto], Sarcatal, Arco, Mori, Riva, Nago, Torbole, Ala). In der Schweiz nur imsüdlichen Tessin (nördlich bis Lavorgo), in derWaadt, bei Basel (Riehen) und im Kanton Zürich (Rheinau); ver-mutlich auch im Wallis.
Allgemeine Verbreitung: Frankreich, Spanien, Italien, Süddeutschland,Schweiz, Oesterreich, Griechenland, Türkei; Kleinasien, Syrien, Persien; Kanarischeinsein,Nordafrika.
Filago spathulata, welche Pflanze von vielen Autoren nur als eine Unterart von F. Germanica ge-halten wird, scheint in Süddeutschland, woselbst sie sicherlich noch weiter verbreitet ist, einen mediterranenTypus darzustellen, ähnlich wie Ventenata dubia, Luzula Forsteri (Bd. II, pag. 175), Gagea saxatilis, Aceras anthro-pophora (Bd. II, pag. 359), Silene Armeria, Cerastium anomalum, (Bd. III, pag. 363), Lepidium graminifolium,Diplotaxis viminea, Trifolium striatum, Triniaglauca, Androsace maxima, Chlora perfoliata, Filago Gallica, Lactucasaligna, Crepis pulchra etc. In Südtirol (z. B. im Sarcatal und am Gardasee) scheint sie F. Germanica zu vertreten.
420. Filago arv^nsis L. (= Gnaphalium arvense L., = Filago paniculäta Moench, = Oglifaarvensis Cass., = Acharitherium arvense Bluff et Fingerh.). Acker-Fadenkraut.
Fig. 229, 230 a, ai und Fig. 228 a, b.
Pflanze einjährig, 10 bis 35 (45) cm hoch. Wurzel spindelförmig, ästig. Stengel auf-recht, oft schwach-bogig gekrümmt, matt grauweiss-filzig, unten einfach (selten gegabelt), ober-wärts oder von derMittean traubig-rispig ver-zweigt oder auch ein-fach. Laubblätter grau-filzig, matt, lanzettlich,spitz. Köpfchen 4 bis5 mm lang, zu 2 bis 7in ährigoder traubig an-geordneten, fast sitzen-den Knäueln; letzterevon ihrem Tragblattmeist überragt. Hüll-schuppen 5-reihig, abernicht dachziegelig an-geordnet, alle stumpf,an derSpitze bräunlich,dicht, meist wollig-filzig, grün mit häuti-gem (aber mit filzigbehaartem) Rande,nicht gekielt, zurFruchtzeit sternförmigausgebreitet; die äus-seren lineal, nur die äussersten weiblichen Randblüten in der Achsel der innersten Hüll-schuppen stehend und von diesen umhüllt (Fig. 228 b). Blüten unscheinbar, gelblich.Früchte 0,6 mm lang; die inneren mit mehrreihigem, die äusseren mit einreihigem, sehrhinfälligem Pappus. — VII bis IX.
An unfruchtbaren, steinigen, sonnigen Stellen, auf Brachen, Aeckern, Weideplätzen,Heiden, an felsigen Abhängen, an Bahndämmen, Mauern, in Weinbergen, Holzschlägen,Waldblössen, an Felsen; von der Ebene bis in die Voralpen (1300m) verbreitet. Im nord-
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Fig. 229. Filago arvensis L. Phot. B. Hai dy, Mainz