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blätter") übergehend; die äusseren krautig, wollig behaart, die inneren trockenhäutig, jedeeine weibliche Blüte umhüllend oder stützend, daher eigentlich „Spreublätter" darstellend(Fig. 228b). Blüten wenig zahlreich; die inneren zwitterig, röhrig, oft unfruchtbar, ohneSpreublätter, 4- bis 5-zähnig; die äusseren dünnröhrig bis fädlich, weiblich, fruchtbar, vonden inneren Hüllschuppen gestützt oder umgeben. Staubbeutel an der Basis geschwänzt.Griffelschenkel an der Spitze abgerundet oder abgestutzt und pinselförmig behaart. Pappusleicht abfallend, an den inneren Blüten meist aus mehreren Reihen einfacher Haare gebildet,an den äusseren Blüten aus einer Haarreihe gebildet oder fehlend. Früchte fast stielrund.
Die Gattung umfasst 12 Arten, von denen 9 in Europa und in den Mittelmeerländern, 3 im west-lichen Nordamerika, 2 in Argentinien heimisch sind.
Unsere Filago-Arten, ebenso Micropus erectus, gehören zu den wenigen einheimischen „einjährigenXerophyten", die zuweilen, besonders F. arvensis und F. minima, in grossen, fast reinen Beständen (Fig. 229)auftreten. Alle sind durch ein dichtes weiss-wolliges oder seidig-graufilziges Indument ausgezeichnet; dielangen, verschlungenen Haare sind am Grunde wenigzellig (Fig. 228a). Die Pflanzen bevorzugen trockene,sonnige, lehmig-tonige, kalkarme Böden der Ebene, ohne indessen auf Kalk gänzlich zu fehlen. F. arvensis,F. minima und F. Germanica sind als eurosibirisch, F. Gallica und F. spathulata als mediterran zu bezeichnen. Diekleinen, wenig auffälligen, zwischen den Hüll- und Spreublättern versteckten Blüten werden wahrscheinlich vonFliegen, Mücken und Bienen bestäubt. Uebrigens ist über die Blütenbiologie sehr wenig Positives bekannt.Vielleicht spielt wie bei Antennaria alpina (pag. 456) Parthenogensis eine gewisse Rolle. Die Blüten erweckenzudem fast den Eindruck von „Windblütlern" (Dr. Hegi).
1. Laubblätter lineal-pfriemlich; die obersten die Blütenknäuel weit überragend. F. Gallica nr. 422.1*. Laubblätter spateiförmig bis lanzettlich....................2.
2. Hüllblätter haarförmig zugespitzt, an der Spitze stark strohartig glänzend, zur Zeit der Frucht-reife aufrecht. Köpfchenknäuel ziemlich gross...................... 3.
2*. Hüllblätter stumpflich, nicht in eine haarförmige oder grannenartige Spitze auslaufend, zuletztsternförmig ausgebreitet...............................4.
3. Köpfchen zu 10 bis 30 zu einem Knäuel vereinigt. Laubblätter lanzettlich. Hüllblätter mitgerader Spitze (Fig. 228c)......................F. Germanica nr. 418.
3*. Köpfchen zu 8 bis 17 zu einem Knäuel vereinigt. Laubblätter spateiförmig. Hüllblätter mitbogig-abstehender Spitze (Fig. 228 d)..................F. spathulata nr. 419.
4. Hüllblätter bis zur Spitze dicht wollig-filzig, nicht gekielt. Stengel meist traubig-rispig verästelt.
F. arvensis nr. 420.
4*. Hüllblätter nur an der Basis angedrückt filzig, fast seidig, an der Spitze strohartig glänzend,
gekielt (Taf. 260, Fig. 6 a). Stengel über der Mitte unregelmässig trugdoldig verästelt . F. min im a nr. 421.
418. Filago Germanica L. (= Gnaphälium Germanicum L., = Filago pyramidata L.,= F. vulgaris Lam., = F. rotundäta Moench, = Gifola vulgaris Cass., = Jmpia GermanicaBluff et Fingerh., = Gifola Germanica Rchb.). Deutsches Fadenkraut. Taf. 260,
Fig. 5 und Fig. 228c.
Pflanze einjährig, 5 bis 30 (40) cm hoch. Stengel aufrecht oder aufsteigend, unregel-mässig gabelspaltig-trugdoldig verzweigt, ± dicht wollig bis filzig, mit aufrechten bis wag-recht abstehenden Aesten. Laubblätter wollig-filzig, lanzettlich, sitzend, ganzrandig, kurzzugespitzt, seltener stumpf. Köpfchen 5 mm lang, zu 10 bis 30 in kugeligen, 6 bis 14 mmbreiten, trugdoldig angeordneten, sitzenden oder fast sitzenden Knäueln; diese meist etwaslänger als die sie stützenden Laubblätter. Blütenstandsachse walzenförmig. Hüllschuppenlänglich-lanzettlich, in 5 Reihen angeordnet, stets (auch zur Fruchtreife) aufrecht; dieäusseren kurz, dicht wollig, mit grannig-fädlicher, gerader Spitze (Fig. 228c), die inneren länger,trockenhäutig, durch den auslaufenden Mittelnerv grannig bespitzt, strohgelb, an der Spitzeoft rötlich. Alle Hüllschuppen je eine Blüte stützend, aber nicht umhüllend. Blüten sehrklein, gelblich. Früchte 0,6 mm lang, rauh; die äusseren ohne Pappus. — VII bis IX.
Zerstreut auf sandig-tonigen Aeckern, schotterigen Stellen, trockenen Grasplätzen,Brachen, Aeckern, in Steinbrüchen, an dürren Abhängen, Bahndämmen; in den Gebirgs-
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