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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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unfruchtbar, die randständigen, ebenfalls nur 5 bis 7 an der Zahl, weiblich, fruchtbar, mitengröhriger Blumenkrone, die Hülle kaum überragend. Antheren geschwänzt. Pappus fehlend(Fig. 227d). Früchte (eigentlichKlett- bezw. Scheinfrüchte") verkehrt-eiförmig, zusammen-gedrückt; jede vondem kapuzenförmigeninnerenHüllblatt einge-schlossen und mit die-sem zusammen abfal-lend. V bis IX.

Auf steinigen odersandigen Aeckern, aufschotterigen Plätzen,an dürren, sonnigenHügeln (in Südtirol beiVergondolabis 950 m).

In Deutschlandeinzig auf den Kalkügeln imOberelsass (Bollenberg, beiSulzmatt und Rufach). InOesterreich in Nieder-österreich (auf dem Wiener-Neustädter Steinfelde beiVöslau, Oberwaltersdorf,Kottingbrunn, Leobersdorf,

Solenau, Theresienfeld,Wiener-Neustadt, Neun-kirchen), in Krain (Taborbei St. Veit im Wippach-tale) und in Südtirol (nörd-lich bisTerlan und Siffian imEisacktal). In der Schweizim Wallis zwischen Bran-son und Naters und im an-grenzenden Teile der Waadt, ferner bei Genf. Adventiv im Hafen von Mannheim beobachtet.

Allgemein eV erbreitung: Belgien, Frankreich, Elsass, Spanien, Italien, Istrien,Dalma-tien, Ungarn, Griechenland; Kleinasien, Armenien, Persien, Songarei, Afghanistan; Nordafrika.

Auf den Schottern des Wiener Neustädter Steinfeldes wächst Micropus erectus in Gesellschaft von Carexsupina (Bd. II, pag. 86), Alsine setacea (Bd. III, pag. 394) und A. Jacquini, Reseda Phyteuma, Fumana procumbens,Myricaria Germanica, Epilobium Dodonaei, Medicago prostrata, Caucalis latifolia, Onosma arenarium, Artemisiascoparia und Xeranthemum annuum. Von den ähnlichen Filago- und Gnaphaüum-Arten ist Micropus durch denfehlenden Pappus (Fig. 227 d) leicht zu unterscheiden. M. erectus gehört wie Capsella rubella, Ononis Natrix,Trifolium scabrum und T. striatum, Heliotropium Europaeum zu den Vertretern des circummediterranen Elementes.

DCCXXXV. FilägO 1 ) L. Fadenkraut, Schimmelkraut. Franz.: Cotonniere,herbe a coton; engl.: Cudweed (cotton-weed); ital.: Filonia, bambagia, brentini,

trespini, canapicchio, canutole.

Meist reichästige, graufilzig behaarte (Fig. 228 a), einjährige Gewächse. Köpfchenklein, heterogam, zu Knäueln oder rundlichen Köpfen zweiter Ordnung zusammengestellt.Hülle fünfkantig. Hüllschuppen dachig angeordnet, allmählich in die Tragblätter (Spreu-

') Vom lat. fflum = Faden, Filz, mit der Endung ago; bezeichnet also ein fadentragendes oder filzigesKraut. Cassini bildete nach einer verwerflichen Methode durch Buchstabenversetzung aus Filago die Gattungs-namen Gifola, Oglifa und Logfia.

Fig. 227. Callistephus Chinensis (L.) Nees. a Habitus ('/a natürl. Grösse), b Achaene mitdoppeltem Pappus. Micropus erectus L. c Habitus, d Schnitt durch die pappuslose Frucht,von dem Hüllblatt eingeschlossen. e Stenactis annua Nees. Frucht einer Scheibenblüte.

f Pappushaar (vergrössert).