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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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Tafel 262.

Erklärung der Figuren.

Fig. 1. und la. Inula saücina (nr. 437). Habitus.1 b. Scheibenblüte, 1 c. Randblüte.

1 d. Frucht mit Pappus.2. Inula hirta (nr. 439). Habitus.

2 a. Hüllblatt.2b. Scheibenblüte.

Fig. 3. Inula squarrosa (nr. 443). Habitus. 3a. Scheibenblüte. 3 b. Randblüte.

4. Pulicaria dysenterica (nr. 444). Habitus. 4 a. Zungenblüte. 4 b. Zwei Antheren.

gemein beliebter Spätsommer- oder Herbstblüher in Gärten gezogen. Die Anzucht geschieht aus Früchten, diesich bereits nach einer Woche entwickeln. Die Keimkraft der Samen beträgt meist 3 Jahre. Die ersten Samenwurden im Jahre 1728 von d'Incarville an A. de Jussieu eingeschickt. Willstätter und Burdickisolierten kürzlich aus dem purpurroten, paeonienblütigen Zungenaster zwei monoglucosidische Blütenfarbstoffe(Anthocyane), das Asterin und das Callistephin. Gelegentlich wird Callistephus Chinensis vereinzelt auch aufSchutt, an Zäunen, in Kiesgruben, bei Kirchhöfen, auf Gartenauswurf, ausnahmsweise auch auf Wiesenangetroffen, aber meist nur vorübergehend (bei Tägerweilen in der Schweiz [beim Kirchhof] seit ca. 1895 regel-mässig auftretend). Ausserdem werden von Astereen gelegentlich in Gärten oder in Kalthäusern kultiviert:Brachycome iberidifölia Benth. aus Australien. Einjährig, ca. 30 cm hoch. Laubblätter fiederig geteilt.Köpfchen an diejenigen der Topf-Cineraria erinnernd. Zungenblüten schön blau, am Grunde weiss gefleckt.Randblüten fast schwarz. Verwildert einmal bei Innsbruck (Mühlau). Boltönia asterofdes (L.) L'Herit.(= B. glastifölia [Hill.] L'Herit.). Bis 2 m hohe Staude, im Habitus an amerikanische Aster-Arten erinnernd.Laubblätter ± lanzettlich, parallel-nervig, am Rande fein gezäckelt, rauh. Zungenblüten weiss bis fleisch-farben oder blassviolett. Pappus aus wenigen, sehr kurzen Schüppchen und 2 bis 4 längeren, starrenBorsten bestehend. Vittadinia Austrälis A. Rieh, aus Australien. Einjähriges Pflänzchen mit mehrerenaufstrebenden, einköpfigen Stengeln und seidig-wollenen Laubblättern. Zungenblüten rosaweiss. Scheibenblütengelb. Köpfchen an unser Massliebchen erinnernd. Oleäria argophylla F. v. Müller, = (Eurybiaargophylla Cass.). Australisches Bisamholz". Heimat: Australien. Wohlriechendes, nach Moschus duftendesBäumchen, mit gestielten, beiderends zugespitzten Laubblättern. Aehnlich sind O. stelluläta DC. undO. ramulösa Benth. Felicia microphylla Voss (= Aster Capensis hört., = A. amellödes hört.,= Agathsea microphylla Cass.), aus dem Kapland. 30 bis 70 cm hoher Strauch mit langgestielten, mittel-grossen Köpfchen. Zungenblüten schön blau; Scheibenblüten gelb. Aehnlich auch Felicia amellöda Vossund die einjährige Felicia tenella DC., beide vom Kap. Chrysöcoma Cöma-aürea L., vom Kap.Kleiner, buschiger Strauch mit zerstreuten, linealen Laubblättern. Köpfchen einzeln an den Zweigenden,homogam, nur aus goldgelben Röhrenblüten bestehend. Townsendia Wilcoxiäna Wood, von denRocky Mountains. Niedrige Staude mit grossen Köpfchen. Eignet sich wie Aster alpinus gut für alpineAnlagen. Gutierrezia Euthdmiae Torr, et Gray aus Nordamerika. Buschige Staude mit gelbenKöpfchen (Dr. Hegi).

DCCXXXIV. MfcropUS 1 ) L. (= Gnaphalödes Adans. nee A. Gray). Falzblume.

Die Gattung umfasst 5 Arten, von denen 3 in Südeuropa und in den Mittelmeerländern, 2 in Nord-amerika einheimisch sind. Adventiv wurde M. bombyci'nus Lag. aus den Mittelmeerländern im Hafen vonMannheim beobachtet. Irrtümlicherweise wurde früher M. supfnus L. aus dem Mittelmeergebiet mitgegenständigen Laubblättern für Südtirol (Stenico) und Krain angegeben.

417. Micropus erectUS L. Aufrechte Falzblume. Fig. 227c und d.Pflanze einjährig, 5 bis 20 cm hoch. Wurzel spindelförmig. Stengel ästig, meist auf demBoden ausgebreitet, seltener aufrecht, dicht grauweiss wollig-filzig. Laubblätter wechselständig,grauweiss wollig, länglich-lanzettlich, sitzend, ganzrandig, etwas wollig, stumpf. Köpfchensehr klein, fast kugelig, 4 bis 6 mm lang, in trugdoldig angeordneten Knäueln; die oberstengehäuft. Hülle 5-kantig. Hüllblätter dachig angeordnet; die äusseren krautig, dichtwolligbehaart, die inneren trockenhäutig, die randständigen Blüten einschliessend (demnacheigentlich blütenstützendeSpreublätter" darstellend). Innerer Teil des Blütenbodens nackt.Blüten sehr klein, unscheinbar; die inneren (5 bis 7 an der Zahl), zwitterig, röhrig, becherförmig,') Vom griech. [.iixQÖg [mikrös] klein und novg [pus] = Fuss, also eigentlichkleiner Fuss", offenbarkleiner Löwenfuss (vgl. Leontopodium, pag. 458).

Htgi, Flor», Bd. VI. 29