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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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Hegetschw. mit Drüsenhaaren besetzt (Tirol, Schweiz). 4. Erigeron alpinus L. X E. polymorphusScop. ( = E. Helveticus Brügger). Hieher reich behaarte Formen wie E. alpinus, doch ohne engröhrigeweibliche Scheibenblüten und kahle Formen wie E. polymorphus, aber mit engröhrigen, weiblichen Scheibenblüten,die vermutlich hybriden Ursprunges sind (Tirol, Kärnten, Obere Sandalpe im Kanton Glarus). 5. E. poly-morphus Scop. X E. uniflorus L. In Bayern (Gipfel des Fellhorn im Algäu). Ferner werden noch alsBastarde angeführt, sind jedoch sehr zweifelhaft: 6. E. alpinus L. var. intermedius Gremli X E. AtticusVill. (-- E. Trachselii Dalla Torre, = E. intermedius Trachsel nee Schleich.). 7. E. acer L. X E. AtticusVill. ( = E. Favrati Gremli). 8. E. acer L. var. angulosus Gaudin X E. alpinus L. 9. E. alpinusL. X E. uniflorus L. (= E. Räeticus Brügger, = E. Engadinensis Brügger). 10. E. acer L.v ar. angulosus Gaudin X E. polymorphus Scop. 11. E. uniflorus L. X E. glandulosus Hegetschw.(= E. Christii Chenevard). 12. E. acer L. var. angulosus Gaud. X E. glandulosus Hegetschw.Graubünden (Ofenberg).

DCCXXXIII. Stenäctis 1 ) Cass. Schmalstrahl.

Diese Gattung, die von Erigeron, mit welcher Gattung sie oft vereinigt wird, durch den 2-reihigenPappus der Scheibenblüten verschieden ist (Fig. 227 e), umfasst 9 bis 10 Arten, die durchwegs in Nordamerikaheimisch sind. Adventiv wurden beobachtet: Stenäctis speeiösa Lindl. (= Engeron speciosa DC.)aus Nordamerika. Köpfe bedeutend grösser als bei nr. 416. Zungenblüten lila oder hellblau. In Brandenburg(Züllichau, 1868), in Bayern (München im Englischen Garten, 1902; Rothenbach bei St. Wolfgang) und in Böhmen(bei Holic, 1888) beobachtet. Stenäctis Philadelphia (L.) aus Nordamerika. Stengelblätter amGrunde geöhrt, umfassend. Strahlblüten sehr lang und schmal, fast fädlich, rosa. Eingebürgert in Badenzwischen Lörrach und Brombach (seit 18/4) und am Rhein bei Neuenburg.

416. Stenäctis ännua (L.) Nees (= Aster annuus L., = Erigeron heterophyllus Mühlen-beck, = Erigeron annuus [L.] Pers., = Stenäctis bellidiflöra A. Br., = Diplopäppusdübius Cass., = D. annuus Bluff et Fing., = Pulicäria bellidiflöra Wallr.). GemeinerSchmalstrahl. Engl.: Sweet scabious. Taf. 259, Fig. 5 und Fig. 227 e.

Pflanze zweijährig oder ausdauernd, 20 bis 90 cm hoch. Wurzel spindelförmig,ästig. Stengel aufrecht, zerstreut abstehend-behaart, reichlich beblättert, oberwärts ästig.Laubblätter spärlich behaart: die unteren lang gestielt, verkehrt-eiförmig, grob und stumpfentfernt gesägt, in den Stiel keilig verschmälert, die folgenden allmählich kürzer gestielt,kürzer eilänglich, ± gesägt, die obersten lanzettlich zugespitzt, mit verschmälertem Grundesitzend, ganzrandig. Köpfe 15 bis 20 mm breit, zahlreich, zu einer lockeren, ästigen Dolden-traube vereinigt; der den Hauptstengel abschliessende Kopf von den anderen überragt.Hülle fast halbkugelig. Hüllschuppen 2- bis 3-reihig, lanzettlich, lang zugespitzt, un-gefähr gleich lang, fast kahl. Blütenboden nackt, mit breitem Hautrand und schmalem,behaartem, krautartigem Mittelstreifen. Scheibenblüten zahlreich, zwitterig, röhrig, gelb.Zungenblüten weiblich, zweireihig, weisslich, zuweilen violett, bedeutend länger als dieHülle; Zungen 5 bis 6mm lang. Früchte 1 bis 1,5 mm lang, schwach behaart. Pappusder Scheibenblüten (Fig. 227e) zweireihig; die äusseren Borsten viel kürzer als die inneren,die der Randblüten einreihig, kurz. VI bis X.

Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts in Europa, aufgetauchte, nordamerikanischeWanderpflanze. In Auenwäldern, Kämpen, feuchten Gebüschen, auf schlechten Wiesen, neuer-dings sogar vereinzelt auf Strandwiesen und Dünen, ferner in Holzschlägen, auf lichten Wald-stellen, auf schotterigen Heiden, an Strassenrändern, Dämmen, auf Schutt, an Friedhofs-mauern, an Ufer- und Eisenbahndämmen, auf Sumpf- und Ackerland, in alten Parkanlagenusw. jetzt allgemein verbreitet und oft massenhaft. Zuweilen von menschlichen Wohnungenweit entfernt.

Die Einwanderung von Stenäctis annua in Europa erfolgte am Ende des 17. Jahrhunderts. Schonlange vorher war die Art eine beliebte Gartenzierpflanze; immerhin kennt sie Linne im Jahre 1763 aus Europa

') Name von Cassini aus azevög [stenös] = schmal und dxvCg [äktis] gebildet.